„Nach dem Ende des Spiels zwischen der AS Eupen und Club Brügge (1:3) sind einige Personen aus dem Zuschauerbereich auf den Parkplatz hinter der Haupttribüne gelangt und forderten dort, die Spieler zur Rede zu stellen. Sowohl ein Vertreter der Direktion des Clubs als auch die Polizeikräfte mussten feststellen, dass es einigen dieser Leute nicht um das Gespräch, sondern um Gewaltanwendung ging. Die Polizeikräfte versuchten zunächst, deeskalierend einzugreifen. Die Reaktion darauf waren jedoch zunehmende Aggression und heftige Gewaltanwendung gegen die Polizistinnen und Polizisten“, schrieb die AS Eupen am Mittwoch in einer Mitteilung.
„Inzwischen wurden die Personalien mehrerer Gewalttäter ermittelt. Bereits am Montag hat die Polizei wegen der schwerwiegenden Taten gegen mehrere der beteiligten Personen sofortige Stadionverbote erlassen, die durch das Innenministerium bestätigt wurden. Auch wurde die Staatsanwaltschaft informiert. Nach der Auswertung aller Videoaufnahmen von dem Zwischenfall werden gegebenenfalls weitere Maßnahmen gegen die Verursacher der Aktion erfolgen“, so der Klub weiter.
Christoph Henkel, Generaldirektor der AS Eupen, verurteilte die Taten: „Sie waren leider nicht die ersten Zwischenfälle dieser Art, die wir in dieser Saison von Gewalttätern erlebt haben, die das Stadion zu ihrer Bühne machen. Ich möchte diese Vorfälle und die heutige Versammlung mit der Stadt Eupen und der Polizeizone Weser-Göhl zum Anlass nehmen, um im Namen des Clubs, aller Spieler und im Namen unserer echten Fans jede Form von Gewalt zu verurteilen. Für die international und multikulturell geprägte AS Eupen stehen Respekt, Toleranz und die Ablehnung jeder Form von Gewalt an erster Stelle. Die AS Eupen steht zu 100 Prozent hinter der gemeinsamen Linie, die Stadt und Polizei zur Eindämmung von Gewalt fahren. Dies auch im Sinne aller Zuschauer, die in unser Stadion kommen, um hier den Fußball gemeinsam und friedfertig als Fest zu feiern."
Bürgermeisterin Claudia Niessen, die Beamten der Polizeizone Weser-Göhl und die AS Eupen wollen die Situation weiterhin genau beobachten, die Entwicklung gemeinsam bewerten und gegebenenfalls entsprechend handeln. (red/tf)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren