Die Kostüme liegen bereit, die Karnevalshits werden schon mal angesungen: Die nordrhein-westfälischen Jecken bereiten sich auf den Straßenkarneval vor. Denn trotz Corona soll einiges möglich sein - wenn auch mit deutlichen Einschränkungen: In sogenannten Brauchtumszonen dürfen Narren von Weiberfastnacht an (24. Februar) unter 2G-plus-Bedingungen Karneval feiern. Unter anderem Düsseldorf und Bonn wollen in der Altstadt und auf einigen Plätzen solche Bereiche ausweisen. Köln erklärt das ganze Stadtgebiet zur „Brauchtumszone“. „Karneval in Köln ist ein dezentrales Fest“, hatte Stadtdirektorin Andrea Blome zur Begründung gesagt. Daher sei es gar nicht möglich, die erhöhten Schutzmaßnahmen nur auf wenige Orte zu beschränken. Somit gilt für Feiernde in Köln überall im öffentlichen Raum die 2G-plus-Regel. Grundimmunisierte (Genesene und zweifach Geimpfte) brauchen also einen aktuellen negativen Test oder eine dritte Impfung (Booster-Impfung). Die Einhaltung der Regeln soll stichprobenartig kontrolliert werden. Die NRW-Landesregierung hatte den Städten mit der Corona-Schutzverordnung die Möglichkeit gegeben, gesicherte „Brauchtumszonen“ einzurichten. Die großzügige Kölner Auslegung der Verordnung ist laut Gesundheitsministerium zulässig. Auch viele Kölner Kneipen rüsten sich für die tollen Tage. Denn auch dort darf gefeiert werden - und zwar ohne Mund-Nasen-Schutz. Dafür müssen aber sogar auch Dreifachgeimpfte (Geboosterte) zusätzlich einen aktuellen negativen Schnelltest vorzeigen. Passend zum Start des Straßenkarnevals hebt Köln ab Mittwoch auch die Maskenpflicht unter freiem Himmel auf, die bislang noch in Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen gilt.
Viele Karnevalszüge sind wegen der Pandemie erneut abgesagt. Die Düsseldorfer Karnevalisten haben ihren Rosenmontagszug auf den 29. Mai verschoben. In Köln geht der Rosenmontagszug im kleineren Format vor 8.800 Zuschauern durch das Rheinenergie-Stadion. Mit 22 Persiflage und 20 Festwagen sowie Fußgruppen, Spielmannszügen und Kutschen kommt der „Zoch“ nach Angaben des Festkomitees Kölner Karneval auf etwa drei Kilometer Gesamtlänge - etwa die Hälfte eines normalen Rosenmontagszugs. Anschließend sollen die Motivwagen an mehreren Plätzen der Domstadt für 24 Stunden ausgestellt werden. (dpa/sc)
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