Inflation in Belgien laut Prognose bei 4,3 %

<p>Die derzeitige Rekord-Inflation sorgt unter anderem dafür, dass Lebensmittel in Supermärkten immer teurer werden</p>
Die derzeitige Rekord-Inflation sorgt unter anderem dafür, dass Lebensmittel in Supermärkten immer teurer werden | Illustrationsbild: dpa

Im nächsten Jahr wird dann eine Teuerungsrate von 1,7 Prozent erwartet. Das läge dann wieder unterhalb der von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten 2-Prozent-Marke. Im der gesamten EU soll die Inflation in diesem Jahr schätzungsweise 3,9 Prozent erreichen und 2023 auf 1,9 Prozent sinken.

Aus den Zahlen geht hervor, dass die belgischen Verbraucherpreise in diesem Jahr um durchschnittlich 4,3 % steigen werden. Im Herbst ging die Kommission noch von einer Inflationsrate von 2,3 % aus. Im nächsten Jahr dürfte die Inflationsrate hierzulande wieder auf 1,3 % sinken, so die Kommission.

Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass die Inflation in Belgien im Januar von 5,71 % auf 7,59 % gestiegen ist – ein Höchststand seit August 1983. Dieser starke Anstieg wird in erster Linie auf die Explosion der Energiepreise zurückgeführt. Die gestiegenen Kosten für Energieprodukte sind nun auch der Hauptgrund für die Kommission, ihre ursprünglichen Inflationsprognosen zu revidieren.

Die Kommission senkte am Donnerstag auch ihre Erwartungen für das EU-Wirtschaftswachstum für 2022 auf 4 Prozent, im Vergleich zu den im Herbst vorhergesagten 4,3 Prozent. Das liege vor allem an gestiegenen Corona-Infektionen, besagten Energiepreisen und Lieferketten-Engpässen, hieß es in der Mitteilung. Die Kommission nannte auch „geopolitische Spannungen in Osteuropa“ als Risiken für Wirtschaftswachstum und Inflation. 2023 soll das Wachstum in der EU auf 2,8 Prozent sinken. Die Eurozonen-Wirtschaft wird den Schätzungen zufolge um 4 Prozent in diesem und 2,7 Prozent im nächsten Jahr wachsen.

Die belgische Wirtschaft dürfte in diesem Jahr um 2,7 % wachsen. Im Jahr 2021 lag das Wachstum hierzulande noch bei 6,1 %. Bemerkenswerterweise muss die Kommission im Gegensatz zur Eurozone ihre Prognose für Belgien nicht nach unten korrigieren. Vor einigen Monaten erwartete sie noch ein Wachstum von 2,6 % in diesem Jahr. Belgien ist jedoch das Land mit dem mit Abstand langsamsten Wachstum in der Eurozone und sogar in der Europäischen Union insgesamt. In Deutschland (+3,6 %), Frankreich (+3,6 %) und den Niederlanden (+3,0 %) wächst die Wirtschaft in diesem Jahr deutlich schneller. (belga/dpa/svm)

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