Wie zuletzt auch andere hochrangige Notenbanker stellte Knot Unterschiede zwischen der Eurozone und anderen großen Wirtschaftsräumen heraus. So befinde sich der Euroraum nicht in der gleichen Situation wie die USA, wo die Inflation vorrangig auf innere Gründe zurückgehe. Im Währungsraum komme der Großteil der Inflation dagegen aus dem Ausland, wogegen die EZB nicht viel tun könne. Der niederländische Notenbankchef gilt als Vertreter einer straffen Linie und Kritiker der sehr lockeren EZB-Ausrichtung.
Vergangene Woche hatte EZB-Präsidentin Christine Lagarde erste Hinweise auf eine straffere Geldpolitik gegeben. Hintergrund ist die hohe Inflation von zuletzt 5,1 Prozent im Euroraum, während die EZB mittelfristig nur zwei Prozent anstrebt. Lagarde blieb in ihren Äußerungen aber vage und ging nicht auf Details einer möglichen Kursänderung ein. An den Finanzmärkten werden für dieses Jahr Zinsanhebungen und das Ende des allgemeinen Wertpapierkaufprogramms APP für möglich gehalten. (dpa/jod)
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