Weniger ausländische Investitionen in der Wallonie

<p>Weniger ausländische Investitionen in der Wallonie</p>
Illustrationsbild: dpa

Im Laufe des Jahres 2021 seien 72 Dossiers „erfolgreich bearbeitet worden“, hieß es seitens der Awex, die den Erfolg als „relativ bescheiden“ einordnete. Dies ist nicht verwunderlich, bedeuten sie doch einen Rückgang von etwa 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020. „Von diesen 72 Projekten betrafen 36 Unternehmensgründungen, 35 Erweiterungen und eine Übernahme“, so die Awex. Insgesamt 30 Projekte seien somit im vergangenen Jahr von der Wallonie „verloren“ worden.

Finanziell gesehen bedeuten diese 72 erfolgreichen Dossiers Investitionsversprechen der betreffenden Unternehmen in Höhe von 989,9 Millionen Euro, was einer Steigerung von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gleichkommt. Insgesamt gehe damit die Schaffung von 1.026 Arbeitsplätzen einher.

„Die Wirtschaftsampeln stehen weiterhin auf Rot, obwohl das Jahresende 2021 uns einige größere Kapitalinvestitionen beschert hat, die von seit langem in der Wallonie ansässigen Unternehmen getragen wurden“, so Awex zur Einordnung der Zahlen. Diese beträfen hauptsächlich die Erneuerung der Produktionsanlagen, die Erhöhung der Kapazitäten oder auch die Hinzufügung neuer Produktionslinien“, betonte die Agentur. Gleichzeitig erklärt sie, dass sie die in ihrem Verwaltungsvertrag verankerten Jahresziele nicht erreicht hat.

Diese „Schwäche bei der Anzahl der Projekte“ erkläre sich durch den Zweijahrestrend – mit einem rückläufigen Jahr 2020, nach einem Rekordjahr 2019. Die Gründe für den Rückgang ausländischer Projekte sind laut Awex vielfältig: Verzögerungen bei der Durchführung, Änderungen der Unternehmensstrategie nach Covid-19 oder erfolglose klinische Studien, seien die geläufigsten. Die Agentur hebt auch eine Reihe spezifisch wallonischer Hemmnisse hervor, wie den Mangel an schnell verfügbarem Land, Energiekosten, Arbeitskräftemangel oder Probleme mit der elektrischen Leistung. (belga/svm)

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