Laut den polizeilichen Ermittlungen überquerte De Kock die belgisch-niederländische Grenze in der Nacht zum Samstag gegen Mitternacht. Anschließend fuhr der 34-Jährige nach Koudekerke, wo er einige Stunden blieb. In dieser Nacht scheint er auch in Vlissingen gewesen zu sein. Am Samstagmorgen war er für einige Stunden in Middelburg und kehrte mehrmals nach Koudekerke zurück. Es ist nicht bekannt, ob der vierjährige Junge Dean die ganze Zeit bei ihm war.
De Kock wurde am Montag, um 14.15 Uhr, in Meerkerk, in der Nähe von Utrecht, festgenommen. Sein Auto wurde in der Gemeinde Gorinchem, etwa 15 Kilometer südlich von Meerkerk, gefunden. Gegen 22.30 Uhr gab die niederländische Polizei bekannt, dass Deans Leiche in der Nähe der Insel Neeltje Jans gefunden worden sei.
Unterdessen wehrt sich De Kock gegen die Auslieferung an unser Land. Dies geht aus einem Bericht der niederländischen Staatsanwaltschaft hervor. „Die Internationale Kammer des Bezirksgerichts Amsterdam wird entscheiden, ob die Übergabe genehmigt wird. Diese Anhörung findet innerhalb von 60 Tagen statt. Bis dahin bleibt der Mann in Auslieferungshaft“, so die Staatsanwaltschaft.
De Kock sitzt in den Niederlanden wegen Freiheitsberaubung und Beteiligung am Tod des vierjährigen Jungen im Untersuchungshaft. Am 28. Januar wird entschieden, ob er in Haft bleibt. Der Untersuchungsrichter in Dendermonde fordert seine Auslieferung wegen Mordes und Entführung von Dean. Sicher ist, dass Dean in Belgien entführt wurde, aber es ist noch nicht klar, wo er gestorben ist.
Am Sonntag, den 13. Februar, wird in Brüssel wahrscheinlich ein weißer Marsch für Dean stattfinden. Die Polizei bestätigte, dass sie eine Anmeldung für die Kundgebung erhalten hat. Da an den kommenden Wochenenden in Brüsseler mehrere Demonstrationen gegen die Corona-Politik angemeldet sind, ist ein früherer Zeitpunkt nicht möglich.
(belga/vrt/gz)
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