Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und es ist nach wie vor die Absicht, das Barometer bis zum nächsten Konzertierungsausschuss, voraussichtlich kommenden Dienstag oder Mittwoch, fertigzustellen. Es finden weiterhin Gespräche zwischen den betroffenen Fachministern (Kultur, Jugend, Gesundheit usw.) und den Sektoren statt, und am Donnerstag erörterten Premier De Croo (Open VLD) und die Ministerpräsidenten bei einem informellen Treffen den Stand der Dinge.
Auf dem Tisch liegt inzwischen das Modell eines Barometers, das im Vergleich zu dem Entwurf, der beim jüngsten Konzertierungsausschuss besprochen wurde, einfacher und verständlicher sein soll. „Es geht in die richtige Richtung“, sagt uns Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG), seit jeher ein Befürworter einer derartigen Stufenplans . Er ist überzeugt, dass „das Barometer diesmal kommen wird“. Die Basisstruktur scheint demnach klar zu sein. Es ist, je nach epidemiologischer Lage, aufgeteilt in den drei Ampelfarben grün, orange und rot und gilt für die Bereiche Kultur- und Sportevents (drinnen und draußen), Gaststätten, organisierte Aktivitäten (Jugend, Veranstaltungen kleinerer Kulturvereine, Proben,....) sowie für geschlossene Sektoren wie Bowlingbahnen und Freizeitparks. Mit Sicherheit nicht vom Barometer betroffen sind das Bildungswesen und das Privatleben. Noch nicht definitiv geklärt und Gegenstand der Gespräche zwischen Minister und Sektoren sind die Beschränkungsmaßnahmen je nach Risikostufe. Innenministerin Annelies Verlinden (CD&V) betonte in der Kammer nachdrücklich die Vorhersehbarkeit des Corona-Barometers für alle, die Pläne machen (auch im Jugendbereich), und dessen flexiblen Charakter, wobei die Maßnahmen auch das psychische Wohlbefinden aller berücksichtigen sollten. Das gelte auch und vor allem für den Jugendbereich. „Die Jugend will wissen, woran sie ist, und will Deutlichkeit.“ Der Ministerpräsident der Französischen Gemeinschaft, Pierre-Yves Jeholet (MR), warnte, dass er „das Barometer nicht zu jeder Bedingung akzeptieren“ werde. (gz)
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