„Das Messer sitzt uns im Nacken“: Verband der Cafés macht gegen Verbot von Glücksspielen mobil

<p>„Das Messer sitzt uns im Nacken“: Verband der Cafés macht gegen Verbot von Glücksspielen mobil</p>
Illustrationsbild: dpa

Der Konzertierungsauschuss um Premier Alexander De Croo hatte am 22. Dezember beschlossen, dass bis 28. Januar keine Glücksspiele in Cafés und Kneipen abgehalten werden dürfen. Für Eric Beunckens ein absolutes Unding.

„Das Messer sitzt uns im Nacken“, wird der FedCaf-Präsident von der Nachrichtenagentur Belga zitiert. „Wir wollen entweder ganz normal weiterarbeiten oder mit den notwendigen Unterstützungsmaßnahmen ganz schließen.“ Infolge der Corona-Maßnahmen hätten die Kneipen bereits jetzt 60 Prozent weniger Umsatz verbucht, und die Besucherzahlen seien viel geringer als vor der Pandemie. Der Verlust der Einnahmen aus dem Glücksspiel sei der letzte Strohhalm, so Beuckens.

Gegenüber Belga bringt der Verbandsvorsitzende auch zum Ausdruck, dass er nicht verstehe, warum der Konzertierungsausschuss, in dem alle Regierungen des Landes vertreten sind, überhaupt verboten hat, während die Nationallotterie weiterhin ihre Produkte verkaufen dürfe. „Wir fordern die Politik auf, den Unterschied des Ansteckungsrisikos zwischen dem Schlangestehen in Zeitungsläden und anderen Verkaufsstellen und dem alleinigen Stehen bei einem Glücksspiel in einem Café zu erklären.“

Um ihrem Ärger Luft zu machen und die Politik zum Handeln aufzufordern, will FedCaf am Freitag vor dem Kabinett des Justizministers Vincent Van Quickenborne (Open VLD) demonstrieren. Dem Vernehmen nach soll sich auch die Glücksspielindustrie, also Betreiber von Kasinos, Spielhallen und Wettbüros, die ebenfalls seit dem 22. Dezember ihre Pforten geschlossen halten müssen, dem Prostest anschließen.

Erst am Mittwoch hatte der Stadtrat einen Antrag auf Aufhebung des Verbots abgelehnt. (belga/calü)

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