Corona-Impfung in Ostbelgien: Kinder unter 12 Jahren haben ersten Piks erhalten

<p>In Eupen und St.Vith erhielten in dieser Woche erstmals Kinder unter 12 Jahren eine erste Corona-Impfung.</p>
In Eupen und St.Vith erhielten in dieser Woche erstmals Kinder unter 12 Jahren eine erste Corona-Impfung. | Foto: Ministeriums der DG

In der Zwischenzeit erhielten 2.700 der ca. 6.000 impfberechtigten Kinder zwischen fünf und elf Jahren ihre Einladung. Sie können nun gemeinsam mit ihren Eltern überlegen, ob sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen möchten. Am Mittwoch erhielten insgesamt 35 Kinder in den Impfzentren in Eupen und St. Vith ihre erste Impfdosis. Am Samstag kommen 48 weitere hinzu. Für Kinder stehen jeweils mittwochs und samstags Termine zur Verfügung. Wie die Erwachsenen erhalten auch sie zwei Dosen im Abstand von drei Wochen. In den ostbelgischen Impfzentren wurden Impfstraßen kinderfreundlich eingerichtet: Die Figuren von Paw Patrol und Eiskönigin drücken den tapferen Kindern die Daumen.

In Belgien benötigen Kinder unter 12 Jahren kein Impfzertifikat oder Covid Safe Ticket. Ungeimpften Kindern entstehen keinerlei Nachteile. Für Auslandsaufenthalte kann ein EU-Zertifikat aber je nach Gesetzgebung des jeweiligen Landes erforderlich sein. Eltern können das Zertifikat inkl. QR-Code unmittelbar nach der Impfung im Impfzentrum anfragen. Es wird ihnen dann zugeschickt.

Viele stellen sich die Frage, was für die Impfung von Kindern spricht. In einer Mitteilung des DG-Ministeriums heißt es dazu: „Tatsächlich haben gesunde Kinder ein sehr geringes Risiko, ernsthaft an Covid-19 zu erkranken. Dennoch gibt es gute Gründe für die Impfung von Kindern gegen das Coronavirus: Wenn Kinder geimpft werden, verringert das den Druck auf die Schulen. Aktuell müssen immer wieder Schulklassen oder ganze Einrichtungen geschlossen werden, wenn es unter den Kindern eine hohe Infektionszahl gibt.“

Hinzu komme, dass geimpfte Kinder ein deutlich geringeres Risiko hätten, betagte oder kranke Kontaktpersonen anzustecken. Da Kinder häufig asymptomatisch blieben oder nur ganz schwache Krankheitssymptome zeigten, würden ihre Kontakte bei einer Infektion oft nicht eingeschränkt.

Ein weiterer Grund, der für die Impfung von Kindern spreche, betreffe die Viruszirkulation: „Je mehr Menschen in der Gesellschaft geimpft sind, desto weniger zirkuliert das Virus. Durch das Impfen der Kinder kann die Übertragung in der ganzen Bevölkerung verringert werden“, heißt es wörtlich. (red/um)

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