Britische Reisebranche kritisiert Verschärfung der Corona-Regeln

<p>Die britische Reisebranche hat die neue Verschärfung der Regeln für Einreisende nach Großbritannien kritisiert.</p>
Die britische Reisebranche hat die neue Verschärfung der Regeln für Einreisende nach Großbritannien kritisiert. | Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa

Die ab kommenden Dienstag geltende PCR-Test-Pflicht für alle Ankommenden sei ein erneuter „großer Schlag“ für die Branche, teilte die Association of British Travel Agents am Wochenende mit. Die Kosten für Reisen würden dadurch erheblich steigen, was die Nachfrage dämpfen werde - zu einem Zeitpunkt, an dem die Branche sich gerade langsam von den langen, harten Beschränkungen zu erholen begonnen habe.

Die britische Regierung hatte am Vorabend angesichts der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus die Reiseregeln deutlich verschärft. Einreisende aus aller Welt müssen an Tag Zwei nach ihrer Reise einen PCR-Test machen und sich in Quarantäne begeben, bis sie ein negatives Ergebnis erhalten. Der Test muss bei einem zertifizierten Anbieter auf eigene Kosten gebucht werden.

Der Reise-Experte Rory Boland von der Vergleichsplattform Which? wies zudem darauf hin, dass die Testbranche nicht „für den Zweck geeignet“ sei. Es habe sich bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass viele der von der Regierung zugelassenen Firmen Tests nicht rechtzeitig lieferten oder Kunden lange Zeit auf Antworten oder ihre Ergebnisse hätten warten müssen. Es seien auch Fälle von Fake-Firmen bekannt. Boland rief die Regierung daher auf, die Testbranche stärker zu regulieren, damit Reisende darauf vertrauen könnten. (dpa/ag)

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