Und wieder wissen wir, dass wir kaum was wissen

<p>Wenn selbst die Experten daneben liegen... Yves Van Laethem war noch am 19. Oktober in einem Zeitungsinterview überzeugt, dass wir „ein Wellchen, eines mehr“ bekommen. Und dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen denen der Infektionen nicht folgen würde.</p>
Wenn selbst die Experten daneben liegen... Yves Van Laethem war noch am 19. Oktober in einem Zeitungsinterview überzeugt, dass wir „ein Wellchen, eines mehr“ bekommen. Und dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen denen der Infektionen nicht folgen würde. | Foto: Photo News

Premierminister Alexander De Croo, der sich den Freitag sicher anders vorgestellt hatte, erwähnte mehrfach, dass die jetzigen Maßnahmen darauf beruhen, dass selbst das schlimmste Szenario der Verschärfung der Pandemie bereits nach einer Woche Maku

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Kommentare

  • Der Chefredakteur des GE sollte m. E. in seinem undifferenzierten Rundumschlag nicht von sich auf andere schließen.

    Abgesehen von Herrn Van Laethem haben viele Experten schon vor Monaten darauf hingewiesen, was uns diesen Herbst und Winter bevorstehen kann.
    Nicht nur in Deutschland, auch in Belgien. Nicht nur der Gesundheitsminister, sondern zahlreiche Experten und auch Bürger waren sich sicher, dass die vom Konzertierungsausschuss am 17.11 beschlossenen Maßnahmen nicht ausreichen würden, die besorgniserregende Entwicklung zu stoppen.
    Mit „wir sehen uns nächste Woche wieder“ hatte sich VDB aus dem Konzertierungsausschuss verabschiedet.

    Nicht alle Experten waren während dieser Pandemie, wie hier suggeriert wird, auf dem Holzweg. Nicht alle Politiker müssen sich den von O. Schröder präsentierten Schuh anziehen. Zumindest Herr Vandenbroucke und auch Herr Lauterbach nicht.
    Manch‘ ein Journalist muss sich jedoch die Kritik gefallen lassen, dass auch er bei der Bewertung der Lage und seiner Einschätzung über sinnvolle Maßnahmen, während der 1. Welle, während der 2. Welle, während der 3. Welle, während der 4. Welle und zwischen allen Wellen auch, falsch lag. Lernfähigkeit? Null!
    Wie wäre es mit etwas Selbstkritik und damit, einen Teil der auf Politik und Experten abgeladenen Verantwortung selbst zu übernehmen, Herr Schröder?

    Dass das CST keinen 100% Schutz gegen eine Infektion liefern konnte, musste spätestens dann jedem bewusst sein, der verstanden hat, dass mit nachlassender Impfwirkung und nachlassender Immunität auch das Risiko einer Infektion und einer möglichen Weitergabe zunahm. Und auch die Tests liefern nicht 100% sichere Ergebnisse.
    Wer sich tatsächlich in einer CST-Veranstaltung in Sicherheit glaubte, hat zumindest die Rechnung ohne ein höchst infektiöses Virus gemacht. Dies musste eigentlich jedem klar sein.
    Die Namenswahl „Safe-Ticket“ war von Anfang an falsch, was u.a. auch von dem oftmals kritisierten M. Van Ranst deutlich ausgesprochen wurde.

    Wer - wie der Chefredakteur dieser Zeitung - wiederholt einem falsch verstandenen Freiheitsbegriff anhängt („liberales Freiheitsgesäusel“) und immer wieder suggeriert, die Pandemie könne wohl besser durch selbstbestimmte individuelle Verhaltensweise statt „paternalistischer“ staatlicher Maßnahmen bekämpft werden, muss sich erneut eines Besseren belehren lassen.
    Zumindest hat diese Selbstbestimmung die Menschen nicht befähigt zu verstehen, dass das CST sie z.T. nur in eine trügerische Sicherheit wiegt.

    In einer Pandemie bedarf es klarer Regeln und einer klaren Kommunikation und nicht einer Haltung, die nur Eigen- oder Partikularinterresen bedient. In dieser Hinsicht hat auch die Regierung der DG und diese Zeitung versagt

    Ja, es ist falsch, seinen Frust auf die Ungeimpften abzuladen, denn rein numerisch machen sie mittlerweile nur den geringeren Teil der Hospitalisierten aus… aber verhältnismäßig den weitaus größten Teil. Ihr Risiko, sich zu infizieren, im Krankenhaus oder auf einer Intensivstation zu landen ist ungleich höher und exponentiell höher, als das Risiko einer Impfung.

    Ich habe Bauchschmerzen bei dem Gedanken an eine generelle Impfpflicht und Kinder zu impfen, die selbst nur wenig Risiko tragen, erscheint fragwürdig.
    Aber wie soll der (Selbst) Schutz vulnerabler Bevölkerungsschichten aussehen, wie das Verhältnis zwischen den Generationen, wenn die einen die anderen als Bedrohung und Gefahr ansehen müssen? Auch wenn viele es nicht hören wollen, das Virus wird z.Z. vor allem durch die junge Generation verbreitet.

    Wenn die Gesellschaft befriedet werden soll und die Impfung (neben den weiterhin notwendigen Verhaltensregeln) wirklich das zentrale Werkzeug zur Eindämmung der Pandemie darstellt, führt an einer generellen Impfpflicht wohl kein Weg vorbei. An einer zerrütteten Gesellschaft werden alle und vor allem auch die Kinder leiden.

    Verlassen wir trotz oder gerade wegen der neuen Variante den Panikmodus und schalten in den Demutmodus.
    Der Mensch wird irgendwann von diesem Planeten verschwinden. Und dies wird mit Sicherheit nicht erst dann geschehen, wenn unsere Sonne ihre Energie verbraucht hat.

    Der Planet wird dies dann wohl mit einem „endlich!“ quittieren.
    Jede Reise ist irgendwann zu Ende.

  • Volltreffer, Herr Leonard. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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