Bulgarien bestimmt neuen Präsidenten bei Stichwahl

<p>Will im Amt bleiben: Rumen Radew.</p>
Will im Amt bleiben: Rumen Radew. | Foto: dpa

Die Stichwahl war notwendig geworden, weil Radew bei der ersten Wahlrunde vor einer Woche seine Wiederwahl mit gut 49 Prozent der Stimmen knapp verfehlt hatte. Der zweitplatzierte Gerdschikow kam auf gut 22 Prozent. Vor der Stichwahl wurden keine Meinungsumfragen veröffentlicht.

Der frühere Kampfpilot und Luftwaffenchef Radew war 2016 mit der Unterstützung der Sozialisten (früheren Kommunisten) gewählt worden. Radew ist scharfer Kritiker des früheren Regierungschefs Boiko Borissow (GERB), dessen Amtsführung von Korruptionspraktiken belastet war. Radew wird jetzt erneut von den Sozialisten und auch von den neuen Protestparteien unterstützt.

Der 58-jährige Professor Gerdschikow tritt als unabhängiger Kandidat an, der von Borissows bürgerlicher GERB unterstützt wird. Der Absolvent der Humboldt-Universität in Berlin bekam vor der Stichwahl die indirekte Unterstützung der Partei der türkischen Minderheit DPS. (dpa/calü)

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