Drei verletzte und unterkühlte Migranten wurde in eine Klinik geflogen. Bei einem weiteren Einsatz gelang es, fünf Migranten von ihrem sinkenden Boot in einen belgischen Hubschrauber zu ziehen. Die Geretteten wurden in die Häfen von Calais und Boulogne-sur-Mer gebracht.
In diesem Jahr wurden allein bis Ende August knapp 16.000 Migranten im Ärmelkanal gerettet, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Einer ähnlich großen Zahl gelang die Überfahrt nach Großbritannien. Der britischen Regierung, die nach dem Brexit ein neues, rigides Einwanderungssystem eingeführt hat, sind die illegal ankommenden Migranten ein Dorn im Auge. London und Paris verständigten sich kürzlich darauf, ihre Kontrollen an den Küsten zu verstärken.
Die Bürgermeisterin von Calais, Natacha Bouchart, rief Präsident Emmanuel Macron bei der Lösung der Flüchtlingsproblematik zu einer härteren Gangart gegenüber Großbritannien auf. Die Briten begünstigten die illegale Beschäftigung in ihrem Land, was Flüchtlinge anlocke, sagte Bouchart am Montag dem Sender France Info. Gleichzeitig müsse stärker gegen die Schleuserkriminalität vorgegangen werden, sagte sie. Derzeit warteten in Calais rund 2.000 Migranten auf eine Überfahrt nach Großbritannien, für die Schleuser jeweils 7.000 Euro kassierten. (dpa/calü)

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