Tagtäglich werden in Belgien etwa 230 Fahrräder gestohlen. Van Quickenborne möchte der „Straffreiheit“ für Fahrraddiebe ein Ende setzen. Nach Ansicht des Ministers geht die Justiz nicht systematisch gegen Fahrraddiebe vor, weil sie mit schwereren Vergehen beschäftigt sind. Zudem würde nur jeder dritte Fahrraddiebstahl angezeigt, weil Betroffene das Gefühl haben, dass ohnehin keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden, heißt es.
Fahrraddiebe, die von der Polizei auf frischer Tat ertappt werden, müssen ab dem 1. Januar eine Geldstrafe in Höhe von 250 Euro bezahlen. Zudem muss das Diebesgut zurückgegeben werden und der Täter für eventuelle Schäden aufkommen. Die Geldstrafe wird vor Ort per Bancontact, QR-Code oder Überweisung eingezogen, wie es bereits während der Coronakrise der Fall war.
„Der Vorteil dieser Vorgehensweise besteht darin, dass Bagatelldelikte schnell und konsequent geahndet werden können, ohne einen allzu großen Aufwand für Polizei und Justiz zu verursachen“, heißt es in der Pressemitteilung. Wiederholungstäter sollen strafrechtlich verfolgt werden. (belga/sue)

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