DG: Knapp 1.400 Einladungen für dritte Impfdosis versendet

<p>DG: Knapp 1.400 Einladungen für dritte Impfdosis versendet</p>

Erwiesenermaßen schützt eine vollständige Impfung weitgehend vor schweren Erkrankungen und Tod durch Covid-19. Anders ist es bei immungeschwächten Personen. Die Immunantwort dieser Menschen (das können Personen mit angeborenen Immunstörungen, chronischer Nierendialyse, HIV-Kranke etc. sein) kann durch die Verabreichung einer zusätzlichen Dosis verbessert werden. Daher hat der Hohe Rat für Gesundheit empfohlen, diese Hochrisikopatienten – man geht in Belgien von insgesamt ca. 300.000 bis 400.000 Personen aus – zu einer zusätzlichen Impfung einzuladen.

Am Mittwoch wurden deshalb 1.381 Menschen aus der DG ab dem Alter von 12 Jahren eingeladen, einen Termin in einem der beiden Impfzentren zu buchen. Geimpft wird mit dem Pfizer-Impfstoff. 792 Einladungen gingen in den Norden der DG, 589 in den Süden. Bettlägerige Patienten und solche, die ihr Haus oder ihre Wohnung nicht ohne weiteres verlassen können, können unterdessen zu Hause durch ihren Hausarzt geimpft werden. Nierendialysepatienten werden im Dialysezentrum geimpft.

Die knapp 1.400 Personen, die eingeladen wurden, umfassen jedoch nicht alle immunschwache Menschen aus Ostbelgien. „Weil es keinen Datenaustausch mit den Nachbarländern gibt, fehlen in unserer Datenbank jene Risikopatienten, die in Deutschland in Behandlung sind. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Menschen, die dort einer aktiven Krebstherapie oder einer Behandlung mit immunsupprimierenden Medikamenten folgen“, berichtet Antonios Antoniadis: „Sie können sich bei einem belgischen Hausarzt melden, der sie in die Datenbank eintragen lässt. Die Privatsphäre wird dabei natürlich respektiert. Die einzige Information, die die Datenbank enthält, ist der Status ‚erhöhtes Risiko‘.“

Darüber hinaus setzt sich der DG-Gesundheitsminister auf föderaler Ebene weiter dafür ein, dass die dritte Impfdosis für die Bewohner der Wohn- und Pflegezentren freigegeben werden soll, wenn dies von wissenschaftlicher Seite aus empfohlen wird. „Wir werden in der Interministeriellen Konferenz am Mittwoch darüber diskutieren, auf der Grundlage eines wissenschaftlichen Gutachtens. Ich plädiere auch für eine dritte Impfdosis für Menschen hohen Alters, die zu Hause wohnen. Belgien darf nicht zulassen, dass all diese Personen erst wieder geimpft werden, wenn es zu spät ist“, so Antoniadis unmissverständlich. (red)

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