„Nach dem starken saisonalen Anstieg im Juli hat sich die Entwicklung also wieder beruhigt. Dies bedeutet nicht, dass sich im August kaum noch Personen als Arbeitsuchende gemeldet haben, sondern dass sich in etwas genauso viele Personen neu eingetragen haben (insgesamt 234 Personen), wie sich auch Personen wieder abgemeldet haben (231 Personen), weil sie eine Arbeit gefunden haben oder aus anderen Gründen (wie Studienbeginn, Umzug usw.)“, schreibt das Arbeitsamt. Diese Rotation innerhalb des Monats zeige die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt, während die Monatsstatistik immer nur ein Foto der Situation am Monatsende darstellt.
Nach dem historischen Tiefstand der letzten Monate bleibt die Arbeitslosenrate im August auf 6,7%. Im Norden Ostbelgiens beträgt sie 9,1%, in der Eifel 3,3%. Hier muss darauf hingewiesen werden, dass Personen die wegen der Coronakrise oder der Flutkatastrophe in Kurzarbeit sind, in diesen Zahlen nicht mit berechnet werden, da sie weiterhin unter Arbeitsvertrag stehen und daher nicht als Arbeitsuchende gezählt werden.
Der Anstieg ist wie jedes Jahr in den Sommermonaten Juli und August einerseits mit der Eintragung von Schulabgängern zu begründen und zum anderen von Beschäftigten, u.a. aus dem Unterrichtswesen und dem Einzelhandel, die während der Urlaubszeit als Arbeitslose registriert werden.
Auch in den anderen Regionen des Landes liegen im Vergleich zum Juli kaum Veränderungen vor: auf Landesebene sind rund 6.000 Personen mehr gemeldet als Ende Juli (+1,3%), in Flandern liegt sogar ein minimaler Rückgang vor. Insgesamt sind in Belgien Ende August rund 482.000 unbeschäftigte Arbeitsuchende gemeldet. Die Arbeitslosenrate Belgiens steigt damit auf 9,3%.
Im Vergleich zum Vorjahr sind in Ostbelgien wie schon seit März weiterhin sinkende Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen. Im Vergleich zu August 2020 sind 254 Personen weniger gemeldet, was einem Rückgang um rund 9,3% entspricht. Hierbei ist natürlich anzumerken, dass seit März letzten Jahres aufgrund der Coronakrise erhöhte Arbeitslosenzahlen vorlagen. Dieser Rückgang der Arbeitslosigkeit ist in allen Gemeinden Ostbelgiens festzustellen. Auch in den anderen Regionen sind Ende August weniger Arbeitsuchende gemeldet als im Vorjahr. Auf Landesebene beträgt der Unterschied -8% (rund 44.000 Personen weniger). Besonders ausgeprägt bleibt der Rückgang mit -15% in Flandern, in der Wallonie sind rund 5% weniger Arbeitsuchende gemeldet. (red/sc)
Weitere Informationen und Grafiken im Internet unter www.adg.be/statistik und www.ostbelgienstatistik.be

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