CDH-Chef Prévot spricht sich für Impfpflicht aus

<p>CDH-Chef Maxime Prévot</p>
CDH-Chef Maxime Prévot | Archivfoto: belga

„Ich denke, es ist normal, dass die politischen Parteien hierzulande, wie auch in Europa, den freiwilligen Ansatz bei der Impfung bevorzugt haben. Heute bin ich überzeugt, dass diesem Ansatz die Grenzen aufgezeigt wurden.

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Kommentare

  • Wieder einmal ein typisches Ausweichmanöver des Herrn Schmitz.

    Das Wort "Triage" schreckt ihn nicht.

    Sonst fallt ihm wohl nicht viel ein.

    Blick über den Tellerrand in die Schweiz::
    "Gesundheitsminister Alain Berset hatte am Mittwoch eine solide Mehrheit für die Verschärfung der Regeln für Ungeimpfte hinter sich.
    Um eine drohende Überlastung der Spitäler zu verhindern, wurde eine neuerliche Verschärfung der Corona-Maßnahmen beschlossen.
    Ab dem kommenden Montag ist der Zutritt zu Innenräumen von Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie zu Veranstaltungen im Innern nur noch mit Covid-Zertifikat erlaubt.
    Für den Herbst sind relativ strikte Einreiseregeln geplant.
    Spezielle Vorschriften gelten für Altersheime."
    (NZZ)

    Und nach Schweden:
    "Es gibt eine von der Regierung eingesetzte Expertengruppe, die die ganze Strategie, das Vorgehen untersuchen soll. Die hat einen ersten Zwischenbericht Ende 2020 vorgelegt. Der war, ehrlich gesagt, ein ziemlich schlechtes Zeugnis. Da stand drin: Wir haben nicht nur die Alten nicht geschützt und das nicht geschafft, was wir uns vorgenommen haben, sondern grundsätzlich hat auch diese Verbreitung des Virus in der Gesellschaft dazu geführt, dass wir die Alten gar nicht schützen konnten. Sprich: Wir haben es laufen lassen und haben damit das Leben von vielen Menschen riskiert."
    https://www.swr.de/swr2/wissen/corona-in-schweden-teils-gab-es-woechentl...

  • Sehr geehrter Herr Schleck,

    Nun ja, vergleichen wir mal Israel, Schweiz und Schweden (alle Zahlen pro 1.000.000 Einwohner):

    Krankenhaus, (25.8.2021): Israel (149), Schweiz (96), Schweden (24)

    Intensivpatienten (26.8.2021): Israel (20.25), Schweiz (27.19), Schweden (4.5)

    Tägliche Coronatote (5.9.2021): Israel (3.5), Schweiz (0.75), Schweden (0.1)

    Schweden, das am weitesten von einer Corona-Diktatur entfernt ist, schneidet am besten ab.

    Um nun auch diesen Zahlen dennoch den Schrecken zu nehmen, hier zum Vergleich die entsprechenden Zahlen aus Belgien (pro 1.000.000 Einwohner) zum Höhepunkt der zweiten Welle:

    642 Krankenhauspatienten, 126 Intensivpatienten und 17.6 tägliche Coronatote.

    Quelle: www.ourworldindata.org

  • Kleiner Blick über den Tellerrand in die Schweiz:

    "Ein Intensivpflegeplatz kann Krebspatientinnen und -patienten im Moment nicht garantiert werden."
    https://www.srf.ch/news/schweiz/menschen-mit-krebs-besorgt-wegen-corona-...

    Schweiz debattiert über Triage bei Ungeimpften - Die Schweiz hatte auf das Ende der Pandemie gehofft. Jetzt ist das Infektionsgeschehen hoch, die Kliniken laufen voll. Nun gibt es scharfe Forderungen."
    https://www.tagesspiegel.de/politik/sehr-viele-covid-19-intensivpatiente...

    Zitat: „Wer Impfgegner ist, der müsste eigentlich eine Patientenverfügung ausfüllen, worin er bestätigt, dass er im Fall einer Covid-Erkrankung keine Spital- und Intensivbehandlung will. Das wäre echte Eigenverantwortung“

    A propos "Triage"! Hatte Herr Schmitz damit nicht mal Panik bei den Leuten erzeugen wollen, um sie zu einer "gesunden Lebensweise" als Heilmittel gegen Corona zu bekehren?

    Wer hätte das gedacht? Die Schweiz, vom direktdemokratischen Musterstaat auf dem Weg zur Corona-Diktatur?

  • Zuerst: Ein Vergleich ist dazu da, Übereinstimmung, Ähnlichkeiten, Unterschiede oder Unvereinbarkeiten herauszustellen. Eine totale Gleichheit ist also kein Kriterium, aber genau die fordert Herr Schmitz, zu Unrecht.

    Der Herr Schmitz fragt mit der ihm eigenen maßlosen Übertreibung: „Sollten also alle Impfskeptiker entmündigt werden?“
    Der Herr Schmitz spricht selber an, dass der Staat die gesetzliche Pflicht hat, Maßnahmen zu ergreifen, um Menschen, die eine Gefahr für sich selbst und andere sind, nach entsprechender Prozedur und juristischer und medizinischer Überprüfung in eine geschlossene Anstalt einzuweisen, zeitweilig oder im Extremfall lebenslänglich, um ihn „definitiv vor sich selber zu schützen“.
    „Lebenslänglich in die Gummizelle stopfen“ ist eine groteske Übertreibung.

    Gurtpflicht? Der Herr Schmitz weiß anscheinend nicht, dass der Gurt zwar „nachweislich vor schweren Verletzungen schützt“, aber nachweislich sehr wohl schädliche Nebenwirkungen, sprich Verletzungen haben kann.
    Dabei greift die Gurtpflicht also doch in das Recht auf körperliche Unversehrtheit ein.

    Der Herr Schmitz scheint ebenfalls nicht zu wissen, dass die Einführung einer Gurtpflicht samt Strafandrohung seinerzeit einen wüsten Proteststurm der „Gurtmuffel“ ausgelöst hat, der durchaus vergleichbar ist mit dem, den die Gegner von Maske und Impfen entfesselt haben.

    Zu den Punkten c und d) : Ohne Gurt zu fahren ist, so glaube ich wenigstens, nicht ansteckend.

    Wie jeder unschwer erkennen kann, weist eine direkte oder indirekte Impfpflicht durchaus Ähnlichkeiten mit der Gurtpflicht auf.

    „Und übrigens, hätten die Väter der Gurtpflicht geahnt, dass Machthaber…, würden sie vielleicht heute die Einführung der Gurtpflicht bedauern.“
    "Machthaber"? Ach ja, wir leben in einer Corona-Diktatur.
    Mein Gott, was für ein Kappes. Mehr muss man dazu nicht sagen.

    Mein Argument mit dem „das Bett wegnehmen“ ist vor allem moralischer Natur. Jeder muss mit sich selbst abmachen, inwieweit seine Haltung der Impfverweigerung ohne medizinischen Gründe die Versorgung von gefährdeteren Menschen beeinträchtigen kann.
    Dass es da Probleme geben könnte, spricht Herr Schmitz in seinem diskret beerdigten Vierpunkteplan an: „bis hin zur Triage“.

    Die Frage zu den von der Allgemeinheit - aber auch von den Betroffenen selbst, ihren Angehörigen und ihren Arbeitgebern - zu tragenden Kosten ist durchaus real und darf gestellt werden.

    „Wie wäre es mit Konsumenten von Tabak, Alkohol, Süßspeisen, mit Sportmuffeln, oder Sportlern, die sich beim Sport verletzen…“
    Schlechtes Beispiel insofern als zwar die Beiträge zum staatlichen Krankenkassensystem nicht davon abhängen, sondern nur vom Gehalt, dass es aber durchaus anders aussieht, wenn jemand eine private Lebensversicherung abschließen möchte.
    Da wird detailliert nach Vorerkrankungen und auch nach Lebensgewohnheiten (Raucher, Alkoholiker) und sportlichen Aktivitäten gefragt. Sollte da etwas Auffälliges vorhanden sein, gibt es teils saftige Prämienaufschläge oder gar Vertragsverweigerung.

    Leider muss ich mich wiederholen:
    „Dabei beantwortet Herr Schmitz immer noch nicht die Frage, weshalb vom rein medizinischen Standpunkt aus gesehen eine Immunisierung durch Ansteckung und durchgemachte Krankheit generell einer Impfung VORZUZIEHEN sei.
    Selbst seine gern bemühten Schweden setzen doch nicht mehr darauf, sondern auf die Impfung, wie Anders Tegnell kleinlaut einräumen musste.“

    Laut Texas Tribune gehen in diesem von Herrn Schmitz immer wieder lobend erwähnten Bundesstaat die Zahlen inzwischen steil nach oben.
    „Trotz“ Aufhebung aller Beschränkungen und mit einer eher schwachen Impfquote von 48 %. Es gibt gerade mal 340 freie ICU-Betten. 21 % aller Betten sind mit Corona-Patienten belegt.
    Ein Widerspruch in sich, wenn man der Theorie von Herrn Schmitz glauben sollte. Aber er hat dafür sicher eine logische Erklärung.

    „Alle Beschränkungen“? Nun ja, es gibt dort ein juristisches Hickhack um die Aufrechterhaltung der Pflicht, in den Schulen eine Maske zu tragen. Bis hin zum Texas Supreme Court!

    P.S. Wegen der Überlänge füge ich keine Links bei . Alles ist aber leicht durch Googeln aufzufinden.

  • Sehr geehrter Herr Schleck,

    Sie schreiben, „ dass die Gemeinschaft der Bürger, gemeinhin Staat genannt, auch die Verpflichtung hat, diese Bürger vor sich selbst zu schützen.“ Soweit ich weiß besteht diese Verpflichtung nur im Falle von entmündigten Bürgern, die dann gegebenenfalls zwangseinzuweisen sind. Sollten also alle Impfskeptiker entmündigt werden?

    Ihr Beispiel vom Selbstmörder, der zu Recht vom Sprung in die Tiefe abgehalten wird, ist aber kein passender Beleg für Ihre These. Es wäre ein solcher Beleg, wenn der Staat dann diesen geretteten Selbstmörder lebenslänglich in die Gummizelle stopfen würde, um ihn definitiv vor sich selber zu schützen.

    Und dann zu Ihrem leidigen Vergleich mit der Gurtpflicht folgende Bemerkungen:

    a) Der Gurt schützt nachweislich vor schwereren Verletzungen.
    b) Der Gurt birgt nachweislich nicht die Gefahr von schädlichen Nebenwirkungen.
    c) Der Gurt schränkt meine Grundrechte wie Recht auf ein würdiges Leben, auf Bildung, Bewegungsfreiheit, auf körperliche Unversehrtheit etc. nicht ein.
    d) Dem Gurtmuffel drohen ein paar Euro Bußgeld, aber keine Ausgrenzung aus der Gesellschaft bzw. Entzug von Grundrechten.

    Wie Sie unschwer erkennen können, weist eine direkte oder indirekte Impfpflicht in keinem der vier Punkte Ähnlichkeiten mit der Gurtpflicht auf.

    Und übrigens, hätten die Väter der Gurtpflicht geahnt, dass Machthaber eines Tages auf diese „Freiheitseinschränkung“ verweisen würden , um völlig willkürliche Verbote und Gebote durchzuboxen, würden sie vielleicht heute die Einführung der Gurtpflicht bedauern.

    Mit Ihrer Sorge, dass ein ungeimpfter COVID-Patient "im Krankheitsfall einem Patienten, der ihn vielleicht dringender benötigt, einen Platz auf der Intensivstation oder am Beatmungsgerät wegnimmt“, machen Sie, Herr Schleck, aber ein ganz großes Fass auf. Wenn derlei Gesinnung Schule macht, sollten Sie dringend die Liste aller „egoistischen Patienten“ aufstellen, die aus lauter „Egoismus“ und „Uneinsichtigkeit selbst verschuldet“ auf die Intensivstation landen. Wie wäre es mit Konsumenten von Tabak, Alkohol, Süßspeisen, mit Sportmuffeln, oder Sportlern, die sich beim Sport verletzen (Fahrrad, Fußball, Ski, Surfen, Tauchen, etc.) von den Extremsportlern wie Bergsteiger, Drachenflieger, Fallschirmspringer ganz zu schweigen, oder Weltenbummler, Partygänger und Tinder-Nutzer, kurzum alle Menschen, die freiwillig gesundheitliche Risiken eingehen.

    Herr Schleck, vielleicht würden wir die Debatte stark verkürzen, wenn Sie Ihrerseits mal die Freiheiten auflisten würden, die Sie dem mündigen Bürger definitiv zugestehen würden.

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