Russland liefert Indien Zehntausende Kalaschnikow-Sturmgewehre

Wie der Chef von Rosoboronexport, Alexander Michejew, am Dienstag der Agentur Interfax zufolge sagte, liefert der Kalaschnikow-Konzern inzwischen mehr als 100.000 Sturmgewehre verschiedener Modelle jährlich ins Ausland. An Indien sei bereits in diesem Monat eine Partie von AK-15 überreicht worden.

Der Automat Kalaschnikow (AK) ist das am meisten verbreitete - und oft auch ohne russische Lizenz nachgebaute - Sturmgewehr der Welt. Es wird auch von kriminellen Organisationen eingesetzt.

Nach russischen Angaben ist ein neues Werk in Venezuela für die Produktion von Kalaschnikows trotz US-Sanktionen bereits weit fortgeschritten. Wann die Produktion startet, ist nicht klar.

Der Kalaschnikow-Konzern teilte Interfax zufolge mit, dass auf dem Armee-Forum Army-2021 in der Nähe von Moskau auch mit dem russischen Verteidigungsministerium ein Vertrag über Hunderttausende neue Sturmgewehre des Typ AK-12 unterzeichnet wurde. Die Erneuerung der Ausstattung der Armee sei auf Jahre angelegt, hieß es.

Russland setzt nach dem international verurteilten Militärputsch in Myanmar außerdem auf eine Ausrüstung der Junta dort. Es würden für alle Streitkräfte Waffen und Militärtechnik angeboten, sagte Michejew. „Myanmar ist einer der Schlüsselpartner für Rosoboronexpert in Südostasien“, sagte er.

Russland liefere in diesem Jahr an 61 Staaten und habe seit Jahresbeginn Militärgüter im Wert von 5,2 Milliarden US-Dollar (4,4 Milliarden Euro) verkauft. In den Auftragsbüchern stehe noch mehr als das Zehnfache dieses Betrags, hieß es. (dpa/calü)

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