Die lebensrettenden Programme werden aufgestockt, wie sie sagte. „Wir hoffen, unsere Einsätze in Regionen ausweiten zu können, die wir bislang wegen der unsicheren Lage nicht erreichen konnten.“
Nach Angaben von Unicef brauchen rund zehn Millionen Kinder im Land humanitäre Unterstützung. Einer Million Kinder drohe in diesem Jahr akute Unterernährung. Sie könnten ohne Hilfe sterben. Unicef fürchtet wachsende Not, unter anderem wegen der anhaltenden Dürre, der Wasserknappheit und den verheerenden Folgen der Corona-Pandemie, wodurch viele Menschen ihre Verdienstmöglichkeiten verloren haben und Kinder und Jugendliche den Schulbesuch unterbrechen mussten.
„Wir rufen die Taliban und andere Akteure auf sicherzustellen, dass wir, Unicef und unsere humanitären Partner, die bedürftigen Kinder schnell, sicher und ohne Hindernisse erreichen können, egal wo sie sind“, sagte Fore.
Die militant-islamistischen Taliban hatten am Sonntag vergangener Woche Kabul erobert und die Macht übernommen. Seitdem fürchten Oppositionelle, Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und auch Ortskräfte, die für westliche Staaten tätig waren, Racheaktionen. Viele Bürger sind auch in Sorge, dass die Extremisten wie schon vor 25 Jahren ein islamisches „Emirat“ errichten wollen und dabei mit drakonischen Strafen gegen Andersdenkende vorgehen. (dpa/calü)

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