Nordkorea setzt Drohkurs gegen Südkorea und die USA fort

<p>Die Flagge an der nordkoreanischen Botschaft mit dem Staatswappen - aufgenommen in Berlin.</p>
Die Flagge an der nordkoreanischen Botschaft mit dem Staatswappen - aufgenommen in Berlin. | Foto: dpa

Nordkorea werde eine entsprechende Entscheidung treffen, die klarer ausfallen müsse, wurde der Vizevorsitzende des Zentralkomitees der Arbeiterpartei am Mittwoch von den Staatsmedien zitiert. Wie die Entscheidung aussehen könnte, blieb offen.

Kim warf Seoul in Anspielung auf die Wiederherstellung monatelang getrennter innerkoreanischer Kommunikationsleitungen vor zwei Wochen vor, eine Gelegenheit zur Verbesserung der Beziehungen vertan zu haben. Südkorea und die USA hätten sich „für die Konfrontation mit unserem Staat entschieden“. Nur einen Tag zuvor hatte die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, wegen der Militärübungen im Nachbarland damit gedroht, Nordkorea werde seine Fähigkeiten zu Präventivschlägen ausbauen.

Das wegen seines Atomwaffenprogramms weithin isolierte Nordkorea wirft den USA regelmäßig vor, durch ihre Manöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten. Seoul und Washington bestreiten das. In den vergangenen Jahren hatten die USA und Südkorea den Umfang einiger Übungen auch aus diplomatischen Gründen bereits reduziert.

Die Streitkräfte beider Länder hatten sich bisher nicht zu den Einzelheiten einschließlich des Starts oder der Größe ihrer jährlichen Sommerübungen geäußert. Nach Berichten südkoreanischer Medien wollen beide Seiten am kommenden Montag eine elftägige Kommandoübung beginnen, die aber kein Feldtraining umfasse. In dieser Woche gebe es bereits ein gemeinsames Krisenmanagement-Training. (dpa/calü)

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