Wettbewerb soll enger werden: Die neue Formel 1 ab 2022

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In Silverstone wurde im Beisein aller Fahrer die neue Formel 1 vorgestellt. | Foto: FIA

„Wir möchten, dass die besten Fahrer gewinnen, sind aber auch bemüht, dass der Wettbewerb enger wird“, erläutert Formel-1-Sportchef Ross Brawn das Ziel der Regelreform, die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden ist: „Die laufende Saison verläuft schon sehr spannend. Aber der Unterhaltungswert soll durch die vielen Neuerungen noch besser werden.“

Das Design der Autos verändert sich massiv. Die Eingriffe in die Aerodynamik sollen dafür sorgen, dass die Wagen einander einfacher folgen können, was wiederum das Überholen erleichtern soll. Dadurch könnten die Zuschauer mehr Action auf der Strecke erleben, lautet die Strategie. So werden etwa Flügelelemente und Leitbleche verbannt. Der Abtrieb wird um 20 Prozent verringert. Der Grip wird nicht mehr so sehr über Front- und Heckflügel erzeugt, sondern vor allem über den Unterboden-Effekt mit der entsprechenden Saugwirkung.

Die Autos sollen moderner und aggressiver wirken. Aber sie erhalten eine vereinfachte Front. Außerdem werden die Boliden schwerer (von 752 auf 790 kg) und damit auch langsamer. Zudem werden künftig 18-Zoll- und nicht mehr 13-Zoll-Räder eingesetzt. Desweiteren werden sie teilweise mit Radkappen verkleidet, was zum futuristischen Look der neuen Formel 1 beitragen soll. Statt der Ballonreifen kommen Niederquerschnittsgummis zum Einsatz.

Der künftige Rennwagen durchlief 7.500 Simulationen, ehe ihn die Ingenieure fertig hatten. Erst mit dem neuen Motorreglement ab 2025 soll ein reiner E-Fuel-Kraftstoff eingeführt werden. Doch schon jetzt werden die Hersteller nachrüsten müssen. Denn die aktuelle V6-Turbo-Hybrid Power Unit wird 2022 mit einem neuen Benzin betrieben, das sich zu zehn Prozent aus biologischen Bestandteilen zusammensetzen muss. (dpa/hs)

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