Hubert Becker ist mit seinem Team vor Ort, so wie es der Notfallplan der Provinz vorsieht. Etwa zehn Personen vom ÖSHZ Eupen betreuen bis an die 100 Personen, die auf Stühlen, Bänken, aber auf auf den Rängen des Sportzentrums Platz genommen haben. Die Helfer wurden eilends rekrutiert - und waren prompt zur Stelle. Vor der Halle ein Lkw, aus dem Stühle und anderes Material ausgeladen werden. Etwas weiter rangiert ein Bus der TEC, der Parkplatz ist bis auf den letzten Platz gefüllt.
Viele Familien, die auf Anordnung des Provinzgouverneurs ihre Wohnungen und Häuser räumen mussten, haben sich am Eingang registriert, wo die Helfer und Helferinnen hierzu einen Tisch aufgebaut haben. Es herrscht emsige Betriebsamkeit. Aber es läuft alles in geordneten Bahnen, wie Hubert Becker bestätigt. Menschen kommen, andere gehen, so wie sie eine Möglichkeit gefunden haben, irgendwo die Nacht zu verbringen. Die meisten haben Taschen und Koffer dabei, in denen sie das Nötigste für die Nacht eingepackt haben. Es werden Essen und Getränke verteilt. Viele Frauen haben auch Kinder, selbst Babys dabei. Und jedes Mal, wenn ein neuer Hund in die Halle kommt, begrüßen ihn die anderen mit aufgegregtem Gebell.
Hubert Becker bestätigt, dass man seitens des ÖSHZ versucht, für die Menschen, die geduldig auf die nächsten Entwicklungen warten, eine provisorische Bleibe zu finden. Man lote die Möglichkeiten aus, zu denen auch die nahe Jugendherberge gehöre. Er hofft, dass sich die Lage beruhigt, so dass die Menschen morgen wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können.
Nicht alle Betroffenen sind am Stockbergerweg gelandet, viele haben bei Familien oder Freunden eine Möglichkeit gefunden, die Nacht zu verbringen. Es ist auch, wie das GrenzEcho erfuhr, der eine oder andere vor Ort zurückgeblieben, um notfalls eingreifen zu können, sollte sich die Lage weiter verschlimmern. Es wird damit gerechnet, dass die Pegelstände der Flüsse und Bäche noch ansteigen könnten. Die Gemeindeverantwortlichen sowie Polizei und Feuerwehr haben die Menschen, die nicht direkt betroffen sind, aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Sie könnten anderenfalls die Rettungskräfte bei ihrer Arbeit und ihren notwendigen Fahrten behindern. (os)



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