Lambertz für starke Stimme der lokalen und regionalen Ebene

<p>Parlamentspräsident Karl-Heinz Lambertz</p>
Parlamentspräsident Karl-Heinz Lambertz | Archivfoto: Ralf Schaus

Die 18-köpfige AdR-Delegation möchte der lokalen und regionalen Ebene innerhalb der Konferenz eine starke Stimme verleihen, hieß es in einer Mitteilung. In seinem Redebeitrag gegen Ende der Auftaktveranstaltung ging Parlamentspräsident Lambertz, der einer von nur sechs Vorsitzenden eines regionalen Parlamentes in der Konferenz ist, auf die Bedeutung der lokalen und regionalen Ebene ein und unterstrich die Wichtigkeit des Bürgerdialogs und der Bürgernähe. Im Rahmen des breit angelegten Bürgerdialogs, der die Konferenz zur Zukunft Europas begleiten soll, schlägt Lambertz vor, von der Erfahrung des Parlamentes in diesem Bereich zu profitieren und ebenfalls einen Bürgerdialog zu diesem Thema in Ostbelgien stattfinden zu lassen, hieß es. „Viele beobachten unsere Konferenz mit Skepsis, sie weckt aber auch mancherlei Hoffnungen, nicht zuletzt bei jenen, die sich an den verschiedenen Bürgerforen beteiligen. Diese Hoffnungen dürfen wir nicht enttäuschen! Ja, da besteht eine echte Bringschuld!“

„Wir müssen einiges vom Kopf auf

die Füße stellen.“

„Als einer der Vertreter des Europäischen Ausschusses der Regionen in dieser Konferenz möchte ich in aller Deutlichkeit und aus tiefer Überzeugung unterstreichen, dass die eine Million gewählter Mandatare in den lokalen und regionalen Gebietskörperschaften wichtige und unverzichtbare Verbündete bei der Gestaltung der Zukunft Europas sind“, erklärte Karl-Heinz Lambertz in seinem Redebeitrag.

„Wenn wir Bürgernähe und Akzeptanz erreichen wollen, dann müssen wir bei den europäischen Entscheidungsfindungsprozessen in Anwendung des Subsidiaritätsprinzips einiges vom Kopf auf die Füße stellen. Die Zukunft Europas entscheidet sich nicht nur in den europäischen und nationalen Hauptstädten, nein, sie entscheidet sich letztendlich in den Dörfern, Städten und Regionen, da wo die Menschen leben, da wo sie darüber entscheiden, ob die Europäische Union für sie – in ihren Köpfen und Herzen – einen nachvollziehbaren Mehrwert für die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen hat. Dies dürfen wir zu keinem Zeitpunkt unserer Arbeiten aus den Augen verlieren“, meinte der Parlamentspräsident. (red/sc)

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