Sciensano meldet erneut sinkende Corona-Zahlen

<p>In der letzten Woche hat der Druck auf die Krankenhäuser - hier ist das Spital in Bonheiden (Provinz Antwerpen) zu sehen - weiter nachgelassen.</p>
In der letzten Woche hat der Druck auf die Krankenhäuser - hier ist das Spital in Bonheiden (Provinz Antwerpen) zu sehen - weiter nachgelassen. | Foto: belga

Demnach ist die Anzahl der Menschen, die aufgrund einer Ansteckung mit dem Coronavirus in einem Krankenhaus untergebracht worden sind, rückläufig. In dem Zeitraum zwischen 12. und 18. Juni sind pro Tag im Schnitt 35 Covid-19-Patienten in ein Hospital eingeliefert worden. Das ist ein Rückgang um 37 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

Auch die Zahlen der Corona-Toten im Land sind zurückgegangen. Zwischen dem 9. und 15. Juni sind laut offiziellen Angaben im Durchschnitt 6 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben – das sind 46 Prozent weniger als in der Vorwoche.

Gesunken sind zudem auch die Neuinfektionen. Laut Sciensano sind in den letzten sieben Tagen (bis einschließlich 15. Juni) im Schnitt 600 neue Ansteckungen pro Tag registriert worden. Gegenüber der Vorwoche entspricht das einem Rückgang von 44 Prozent.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt nach Sciensano-Schätzungen aktuell bei 0,71.

Nach Angaben von Sciensano wurden seit dem Ausbruch der Pandemie rund 14,7 Millionen Tests durchgeführt. In der letzten Sieben-Tage-Periode wurden im Schnitt 39.000 Tests (-9 %) durchgeführt – mit einer Positivitätsrate von 2 Prozent.

Nach Angaben von Sciensano haben inzwischen 6.031.553 Belgier mindestens eine Dosis eines Corona-Impfstoffes erhalten. Das entspricht 65,4 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. 3.407.975 Menschen haben darüber hinaus bereits eine zweite Spritze erhalten, was wiederum 37 Prozent der Über-18-Jährigen entspricht.

Laut Sciensano haben in Ostbelgien (Stand Samstagmorgen) 42.755 Personen über 18 Jahren eine erste Dosis erhalten – das sind 68 Prozent der Gesamtbevölkerung. 23.742 Ostbelgier wurden derweil schon zwei Impfdosen gespritzt, was wiederum 38 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der DG entspricht. (belga/calü)

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Kommentare

  • Ach, ist doch egal, wer wo was zitiert hat. Im Herbst geht der Blödsinn wieder von vorne los, op mit oder ohne Zaubertrank, es geht alles wieder auf Null. Und wer glaubt, er könne sich wieder normal wie vorher bewegen, weil er nun das tolle Zeug bekommen hat, tja, Pesch gehabt.

  • Sehr geehrter Herr Leonard,

    Ich hatte bereits in einem anderen Kommentar diesbezügliche Auszüge aus der entsprechenden Mail von Sciensano zitiert. Den ganzen Schriftverkehr zwischen mir und Sciensano hier wiederzugeben, würde den Rahmen eines Kommentars sprengen. Wenn Sie Fragen zu Sciensano haben, würde ich Ihnen empfehlen, diese direkt an Sciensano zu richten.

    Die genauen Daten zum Impfstatus der verschiedenen Altersgruppen in Belgien finden Sie hier:

    https://datastudio.google.com/embed/reporting/c14a5cfc-cab7-4812-848c-03...

    Sie fragen, ob diese auffällige Übersterblichkeit in der Altersgruppe (65- bis 74-Jährige) neben Belgien auch in anderen Ländern beobachtet werden kann. Antwort: Ja. Siehe Deutschland, Israel, Frankreich, Spanien, Italien, usw.

    https://ourworldindata.org/grapher/excess-mortality-p-scores-by-age?coun...

    https://ourworldindata.org/grapher/excess-mortality-p-scores-by-age?coun...

    https://ourworldindata.org/grapher/excess-mortality-p-scores-by-age?coun...

    https://ourworldindata.org/grapher/excess-mortality-p-scores-by-age?coun...

    https://ourworldindata.org/grapher/excess-mortality-p-scores-by-age?time...

    https://ourworldindata.org/grapher/excess-mortality-p-scores-by-age?time...

  • Bitte zitieren Sie doch auch den Wortlaut, mit dem Sciensano die Übersterblichkeit in der Gruppe der 65 bis 75-Jährigen bestätigt und für welchen Zeitraum.
    Hat es diese Übersterblichkeit nur in Belgien oder auch in anderen Ländern gegeben?
    Bitte geben Sie auch an, wo diese Übersterblichkeit dokumentiert wurde.
    Danke!

  • Anfang Juni hatte ich Sciensano auf die auffällige Übersterblichkeit der 65- bis 74-Jährigen hingewiesen, die trotz sinkender Anzahl Corona-Toter zeitgleich mit dem Anstieg der Impfquote in dieser Altersgruppe zu beobachten war. Nachdem Sciensano diese Beobachtung mir gegenüber bestätigt hatte, bat ich um Daten, anhand derer man hätte sehen können, ob unter den Sterbefällen dieser Gruppe die Verteilung „geimpft“/“nicht geimpft“ irgendwelche Auffälligkeiten aufgezeigt hätte.

    Gestern erhielt ich folgende Antwort von Sciensano:

    « Bonjour Mr Schmitz,
    Le projet LINK-VACC en collaboration avec Statbel est en cours pour répondre à ces questions, ces informations sont obtenues grâce à des couplages de bases de données a posteriori (cas, vacci, décès), mais cela prend du temps. En effet le terrain ne nous fournit pas ces données de manière si précise pour chaque patient. »
    („Das LINK-VACC-Projekt in Zusammenarbeit mit Statbel ist dabei, diese Fragen zu beantworten. Diese Informationen werden durch Datenbankverknüpfungen a posteriori (Fälle, Impfungen, Todesfälle) gewonnen, aber das braucht Zeit. In der Tat liegen uns aus der Bevölkerung nicht für jeden Patienten so genaue Daten vor.“)

    Es erstaunt mich schon sehr, dass Sciensano auch zwei Monate nach dem auffälligen Anstieg der besagten Übersterblichkeit nicht in der Lage ist, die Datensätze [Todesfälle] vs. [Impfstatus] abzugleichen, wogegen die Datensätze [Todesfälle] vs. [Corona-Status] von Anfang an täglich publiziert wurden.

    Ich finde, unsere Politiker sollten dringend hier nachhaken, um Klarheit zu schaffen. Oder will man es gar nicht so genau wissen?

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