EU will Einsatz in Mali trotz Putsch-Chaos fortsetzen

<p>Polizisten sitzen auf einem Fahrzeug vor der Arbeiterbörse, an der sich streikende Arbeiter versammelt haben, um gegen die Verhaftung von Präsident Bah N'Daw und Premierminister Ouane durch das Militär zu protestieren.</p>
Polizisten sitzen auf einem Fahrzeug vor der Arbeiterbörse, an der sich streikende Arbeiter versammelt haben, um gegen die Verhaftung von Präsident Bah N'Daw und Premierminister Ouane durch das Militär zu protestieren. | Foto: picture alliance/dpa/AP

Die Aktivitäten der Ausbildungsmission gingen angesichts ihres wichtigen Beitrags zum Kampf gegen den Terrorismus weiter, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Freitag nach einem EU-Verteidigungsministertreffen in Lissabon. Von dem Einsatz profitierten auch andere Länder in der Sahel-Region und die EU.

In Mali hatte es Anfang der Woche zum zweiten Mal im Zeitraum eines Jahres einen Putsch gegeben. Dabei waren Interimspräsident Bah N‘Daw und Premierminister Moctar Ouane zum Rücktritt gezwungen worden. Die Lage sei weiter unklar und unbeständig, sagte Borrell. Er betonte, dass keiner der Protagonisten des aktuellen und des vorherigen Staatsstreiches im Rahmen des EU-Einsatzes ausgebildet worden sei.

Die EU ist in Mali seit 2013 mit einer militärischen Trainingsmission aktiv. Ziel des Einsatzes ist es, die Streitkräfte in der Region durch Beratung und Ausbildung so zu unterstützen, damit sie Bedrohungen durch terroristische Gruppen effektiv entgegentreten können. Der instabile Krisenstaat wird seit Jahren von islamistischen Terrorgruppen geplagt. An dem Einsatz EUTM Mali sind bis zu 1077 Soldaten beteiligt. Belgien stellte davon zuletzt bis zu 15. (mv/dpa)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment