Corona-Fall: Island wird beim ESC nicht live auftreten – Hooverphonic legt die Latte hoch

<p>Die Band Dadi Freyr og Gagnamagnid aus Island: Nach einem Corona-Fall wird Island nicht mehr live beim Eurovision Song Contest in Rotterdam auftreten.</p>
Die Band Dadi Freyr og Gagnamagnid aus Island: Nach einem Corona-Fall wird Island nicht mehr live beim Eurovision Song Contest in Rotterdam auftreten. | Foto: Thomas Hanses/EBU/dpa

Der Song werde aber im Wettbewerb bleiben. Mit einem Video von der letzten Probe in Rotterdam geht Island ins Halbfinale. Da die Band nur geschlossen als Gruppe auftreten wolle, habe sie den schweren Entschluss gefasst, sich zurückzuziehen, teilte die Organisation mit. Für das Land ist der Entschluss besonders bitter: Island galt bisher bei den Buchmachern als einer der Favoriten. Von den 17 auftretenden Ländern am Donnerstag kommen zehn ins Finale am Samstag. Deutschland hat wie Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Gastgeber Niederlande bereits einen sicheren Finale-Platz. Wie es zu der Infektion kam, ist der Band ein Rätsel, wie Sänger Daði Freyr auf Twitter schreibt. „Wir waren die ganze Reise über äußerst vorsichtig.“ Es ist bereits der zweite Corona-Fall in der Delegation. Zuerst war ein Mitglied des Backstage-Teams positiv getestet worden. Nun aber geht es um jemanden, der auf der Bühne auftreten sollte. Für alle ESC-Teilnehmer gelten strenge Corona-Maßnahmen. So werden sie mehrfach getestet. Delegationen dürfen Hotels auch nur für Proben oder Auftritte verlassen. Nach den ESC-Regeln darf ein Land nicht auftreten, wenn ein Künstler positiv getestet wurde. In dem Fall wird ein Video gezeigt, das alle Länder vorab einreichen mussten.

<p>Sängerin Geike Arnaert</p>
Sängerin Geike Arnaert | Foto: Isopix

Alex Callier von Hooverphonic legt derweil die Messlatte für das ESC-Finale hoch. „Top 5 ist das Ziel. Wir müssen es angehen“, sagte er am Mittwoch gegenüber dem flämischen Radiosender MNM. Die belgische Band war nach der Qualifikation am Dienstagabend erleichtert. „Es lastete ziemlich viel Druck auf unseren Schultern.“ Doch Hooverphonic schaffte mit einem nüchternen, aber fehlerfreien Auftritt das, was viele ihr nicht zugetraut hatten – die Buchmacher am wenigsten. Sicherlich mitentscheidend: Sängerin Geike Arnaert brachte den mystischen Mid-Tempo-Popsong „The Wrong Place“ überzeugend und mit einer starken stimmlichen Leistung. Die Bekanntgabe der Finalisten war mal wieder besonders spannend, da Belgien erst als neuntes der zehn qualifizierten Länder genannt wurde. Die Platzierung des Halbfinales werden erst nach dem Finale veröffentlicht. (dpa/sc/gz)

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