Alle Personalmitglieder des Unterrichtswesens und der Kinderbetreuung können sich bis zum Ende des Schuljahres zweimal wöchentlich – montags und donnerstags – auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus testen. Der „Anterio-Nasal-Test“ der Firma BioSynex, der durch einen nasalen Abstrich vorgenommen wird, liefert den Angaben zufolge innerhalb von 15 Minuten Information darüber, ob die getestete Person zum Zeitpunkt der Testung infektiös ist oder nicht. Dieser Test ist einfach in der Handhabung, da der Abstrich nur 2 bis 3 cm in die Nase eingeführt werden muss.
Bildungsministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) sieht in der präventiven Testung eine wichtige zusätzliche Maßnahme zur Eindämmung der Verbreitung des Virus: „Natürlich schützen die Testungen nicht vor der Virusübertragung an sich. Sie können somit die bereits bestehenden Präventionsmaßnahmen nicht ersetzen. Antigen-Selbsttests sind auch nicht so zuverlässig wie PCR-Tests. Es kann zu falsch positiven und falsch negativen Resultaten kommen. Aber der Einsatz von Selbsttests bei systematischen Screenings ermöglicht, insbesondere die hoch infektiösen Personen ausfindig zu machen. Und genau die sollen ja möglichst frühzeitig erkannt werden, um Infektionsketten zu unterbrechen. Die Selbsttests sind daher, wenn sie flächendeckend und regelmäßig durchgeführt werden, eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme und eine sinnvolle Ergänzung zur Kontaktreduzierung und zu den Masken-, Abstands-, Hygiene- und Lüftungsregeln. Die frühzeitige Erkennung von Infektionen trägt dazu bei, Cluster und somit Schließungen von Gruppen und Einrichtungen zu vermeiden. Daher hoffe ich, dass möglichst viele Personen dieses freiwillige und kostenlose Angebot nutzen werden, um einerseits ihr Arbeitsumfeld sicherer zu gestalten und andererseits den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten.“
Zur Vorgehensweise erklärt sie: „Alle Bildungseinrichtungen sowie die Dienste der Kinderbetreuung wurden in den letzten Wochen über die Teststrategie informiert und gebeten uns mitzuteilen, wie viele Personalmitglieder von den Selbsttests Gebrauch machen möchten. Die Schulleitungen haben dem Ministerium anschließend die Anzahl der testwilligen Personalmitglieder mitgeteilt. Die Testkits sind bereits in der letzten Woche in den Einrichtungen eingetroffen und wurden von dort aus an das Personal verteilt. Jedes Personalmitglied, das sich testen lassen möchte, erhält zwei Tests pro Woche. Die Ergebnisse müssen im Anschluss zeitnah und korrekt über die dafür vorgesehenen Meldewege kommuniziert werden. Bei einem positivem Antigen-Selbsttest-Ergebnis sollte sich der/die Betroffene unmittelbar in vorsorgliche Quarantäne begeben und sich einem kostenlosen PCR-Test unterziehen. Es ist mir wichtig, dass die Testung auf freiwilliger Basis erfolgt. Niemand wird gezwungen, sich selbst zu testen. Ich möchte aber noch einmal betonen, dass die regelmäßige Testung dazu beiträgt das Infektionsgeschehen in den betroffenen Einrichtungen frühzeitig auszubremsen. Wenn der Selbsttest positiv ist, können wir die Infektionskette durch Quarantänemaßnahmen unterbrechen und Schulschließungen vorbeugen. Es ist daher möglich, sich auch nachträglich noch dazu zu entscheiden, an der Testung teilzunehmen. Die Personalmitglieder können sich dazu einfach bei ihrer Schulleitung melden, die uns diese Information dann weiterleitet.“ Die Selbsttests seien kein Ersatz für eine Impfung, so Ministerin Klinkenberg, die sich nach eigenen Angaben weiterhin für die Priorisierung des Unterrichts- und Kinderbetreuungspersonals einsetzt. (red/sc)
Weitere Informationen zu den Selbsttests: www.ostbelgienbildung.be/coronavirus

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