Energie in Bürgerhand – Von global zu lokal-regional

Am Beispiel des Windparkprojektes in Emmels-Hünningen durch die Firma „Windpark St.Vith AG“ lässt sich sehr gut erkennen, worum es – über den Windpark hinaus – tatsächlich geht!

Wer in einer Region das Sagen über die Energieversorgung besitzt, der wird in naher Zukunft auch maßgeblich über die wirtschaftlich-soziale und letztlich über die gesetzliche Entwicklung in dieser Region bestimmen.

Denn die Windkraft und die Solarenergie werden die tragenden Säulen im Energiesektor sein. Die südlichen Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft haben als Ressourcen neben dem Fleiß und dem Know-how der Einwohner im Wesentlichen die Schätze Wasser und Wind.

Wenn dann, wie jetzt beim Windpark in Emmels noch vorgesehen, finanzstarke Investoren die absolute Mehrheit der Anteile besitzen, dann ist das wieder ein Sieg für das kapitalistische System und eine Niederlage für die Bürgerinnen und die Gemeinden vor Ort. Dann bestimmen die Herren aus China, Luxemburg, Frankreich und Deutschland, ob zum Beispiel der Windpark in Zukunft erweitert oder entfernt wird, in der Nähe weitere Windräder sozial verträglich aufgestellt werden dürfen, und nicht zuletzt, was mit dem erzielten finanziellen Gewinn passiert.

Der Wechsel von einer zentral gesteuerten atomar-fossilen Energieerzeugung hin zur Nutzung von Sonne und Wind bedeutet also auch einen grundlegenden Systemwechsel. Wohin ein viel zu mächtiger „Geldadel“ die Menschheit und unsere Erde geführt hat, erkennt man an der Umweltzerstörung, dem Verbrauch der Ressourcen und der weltweiten Verarmung der 99 Prozent. Vielleicht ist der Windpark in St.Vith nur ein Detail, aber es nicht nicht unwichtig!

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