Wie soll Belgien in Zukunft aussehen?

<p>Vorstellung der ausgefertigten Gesetzestexte zur sechsten Staatsreform mit den beteiligten Parteien und damaligen Ministerpräsidenten Anfang Januar 2014. Karl-Heinz Lambertz ist als Fünfter von rechts zu erkennen. Archivfoto: Photo News</p>
Vorstellung der ausgefertigten Gesetzestexte zur sechsten Staatsreform mit den beteiligten Parteien und damaligen Ministerpräsidenten Anfang Januar 2014. Karl-Heinz Lambertz ist als Fünfter von rechts zu erkennen. Archivfoto: Photo News
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Kommentare

  • Wie soll Belgien in Zukunft aussehen?
    Zunächst ist es zu begrüßen, dass die Diskussion um die 7. Staatsreform auch bei uns langsam an Fahrt aufnimmt, auch dank solcher Initiativen wie der von „B plus“, eine von vielen Bewegungen in diesem Land. Allerdings frage ich mich, und habe vielleicht einiges verpasst, ob und wann denn der Dialog mit dem Bürger beginnt, der doch von der Regierung angestoßen werden soll? Ich frage dies auch deshalb, weil ich gerade am letzten Sonntag gemerkt habe, dass der Europatag in unserer regionalen medialen Welt so gut wie gar nicht vorkommt, oder ich habe wieder einiges verpasst. Selbst das Empire State Building war beleuchtet. An diesem 9. Mai 2021 wurde auch die „Konferenz über die Zukunft Europas“ (CoFoE), zu der die Kommission aufgerufen hat, offiziell mit einer Webseite aus der Taufe gehoben. Bei uns im Gemeinschaftsgebiet wird diese Konferenz wohl nicht wahrgenommen, oder ich habe nochmal etwas verschlafen. Beides, der belgische Dialog und auch der europäische Dialog lassen Böses ahnen, wenn es nicht gelingt, mehr Begeisterung sowohl für die Staatsreform und die Zukunft Belgiens, wie auch für die Europareform und die europäische Zukunft zu entfachen. Da haben die Medien und die Parteien eine große Verantwortung. Jedenfalls waren die sozialen Netzwerke am vergangenen Sonntag voll mit allen möglichen Angeboten zum Dialog, aber es ging wohl hierzulande an uns vorbei.
    Sei’s drum. Karl-Heinz Lambertz als Präsident des PDG hat sich im Webinar deutlich positioniert, so dass wir dieses Thema schon einmal abhaken können. Vieles was dort vorgetragen wurde ist sicher richtig. Wir dürfen uns im belgischen Dialog nicht im Kleinen verfangen, sondern „ ...es muss in einer langfristigen Perspektive gedacht werden und nicht nach den parteipolitischen Interessen des Augenblicks“. Darum gehört auch meiner Meinung nach die europäische Perspektive mit dazu, denn gerade für Brüssel könnte eine solche Perspektive mehr Zustimmung finden, auch bei den Flamen. Ich will den Dialog nicht zu sehr beladen, aber Europa so wie es jetzt funktioniert hat keine Zukunft mehr. Entweder es wird gelingen die Nationalstaaten zu überwinden, oder es dümpelt alles weiter vor sich hin. Wir brauchen ein Europa der Bürger, der Regionen, und da sind die Regionen in Belgien erste Mosaiksteine einer Europäischen Republik. Es gibt dann keine belgische Identität mehr. An einem solchen Projekt arbeiten inzwischen europaweit viele Parteien, Initiativen und Bewegungen aller Art, auch wissenschaftlich begleitet, mit dem Ziel 2045. In dem Jahr möchte die Bundesrepublik Deutschland gerade emissionsfrei sein, Stand heute. Warum bis dahin nicht auch eine europäische Republik?

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