„Das Interesse an einer Tätigkeit als selbstständige (Co-)Tagesmutter ist in den vergangenen Monaten stark angestiegen“, hieß es in einer Mitteilung aus dem Kabinett der Ministerin. Die Anschaffung der Kinderwagen durch die Regierung gliedere sich in eine Reihe von Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung der selbstständigen Tagesmütter ein. Seit dem 1. Januar 2021 würden beispielsweise private Kinderbetreuungsstrukturen –dazu gehören auch die selbstständigen (Co-)Tagesmütter – erstmals in Form eines jährlichen Zuschusses für Funktions- und Mietkosten strukturell bezuschusst. Wie Danielle Schöffers von Kaleido berichtet, trägt diese Maßnahme zur Aufwertung des Berufs bereits erste Früchte: „Aktuell steht Kaleido mit zahlreichen Personen in Kontakt, die darüber nachdenken, den Schritt in die Kinderbetreuung und in die Tätigkeit als selbstständige Tagesmutter zu gehen. Ich berate und begleite diese Personen dabei und bin positiv gestimmt, dass noch in diesem Jahr mehrere selbstständige Tagesmütter die Betreuungslandschaft in Ostbelgien bereichern werden.“

Für Ministerin Lydia Klinkenberg ist die Kleinkindbetreuung ein Gesamtpaket, in dem sie die konventionierten (KTM) und selbstständigen Tagesmütter (STM), die neuen Co-Tagesmütterinitiativen, die Tagesmütterhäuser und Kinderkrippen gleichermaßen fördert. „Die Regierung fördert bestehende Strukturen auf allen Ebenen. In gleichem Maße setzte ich mich aber auch für die Förderung neuer Strukturen ein. Mein Bestreben ist die Aufwertung des gesamten Sektors der Kinderbetreuung. Dazu ist mir der Dialog mit allen Akteuren sehr wichtig. Deshalb habe ich in den vergangenen Wochen die Gemeinden, die selbstständigen Strukturen, die Mitarbeiter der Tagesmütterhäuser, die konventionierten und selbstständigen Tagesmütter sowie die Gewerkschaften virtuell getroffen, um mich mit ihnen über die aktuelle Situation auszutauschen, Erfahrungsberichte, Vorschläge und ihre Bedenken zu hören. Wir haben auch offen über die angestrebte Neuausrichtung in der Kleinkindbetreuung diskutiert. Alle Anmerkungen, die ich in diesen Gesprächen erhalten habe, werde ich in den weiteren Überlegungen berücksichtigen“, so die Ministerin. (red/sc)

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