Lava sprudelt nach Vulkanausbruch weiter aus isländischer Erde

<p>Beeindruckende Bilder aus Island</p>
Beeindruckende Bilder aus Island | Foto: Photo News

Wie lange sich das Ganze noch hinziehen wird, lässt sich nach Angaben der isländischen Experten und Behörden weiter nicht abschätzen. Gleichzeitig scheint sich die Erde unterhalb der betroffenen Reykjanes-Halbinsel zu beruhigen: Wie der Rundfunksender RÚV am Dienstag berichtete, wurden in dem Gebiet am Montag noch 160 Erdbeben verzeichnet – das klingt für unsereins vielleicht nach viel, ist jedoch die kleinste Tageszahl seit Beginn einer Erdbebenserie am 24. Februar. Auch die Stärke der Beben nimmt demnach ab.

Einsatzkräfte haben mittlerweile einen Pfad mit der kürzesten Route zum Vulkan errichtet. Die Behörden wiesen jedoch mehrmals darauf hin, dass es am sichersten sei, sich die Lavafontänen von zu Hause per Livestream anzuschauen. Sich dem eigentlichen Krater zu nähern, ist verboten, auch ins umliegende Tal Geldingadalur soll man wegen der auftretenden Schwefelgase nicht gehen.

Die Eruption, der die Isländer den Namen Geldingadalsgos gegeben haben, hatte am Freitagabend in einem abgeschiedenen Gebiet auf der Reykjanes-Halbinsel begonnen. Die an die Erdoberfläche tretende Lava stammt von einem unterirdischen vulkanischen System namens Krýsuvík. Ein Ausbruch dieser Art hatte sich durch Tausende Erdbeben angekündigt. Eine Gefahr für Menschen, Ortschaften oder die nicht weit entfernte Hauptstadt Reykjavik besteht nach Angaben der Behörden aber nicht. (dpa/tf)

Zum Livestream vom Vulkanausbruch in Island:

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