Als erstes möchten wir darauf hinweisen, dass die hohen Opferzahlen der Katastrophe auf die verheerende Wirkung der Flutwelle (Tsunami) zurückzuführen ist, und nicht, wie in vielen Kommentaren kolportiert, durch die dadurch verursachte Reaktorhavarie. Diese Reaktorhavarie führte zur völligen Zerstörung mehrerer Kernreaktoren und zu Kernschmelzen, die eine Freisetzung von Radioaktivität zur Folge hatten.
Die dadurch ausgelöste Panik in den Medien steht in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Folgen und Risiken für die betroffenen Menschen. Auch zehn Jahre später dominiert die Angstmache die Berichterstattung. Stellvertretend genannt das GrenzEcho, welches zum Beispiel die Europavorsitzende des IPPNW sowie eine Mitarbeiterin des Deutschen Institutes für Japanstudien zu Wort kommen lässt, der BRF bietet dem Medienbeauftragten der OAG eine Bühne.
Kein Wort davon, dass sich Institutionen wie die IAEA ausführlich mit dem Unfall beschäftigt haben und entsprechende Studie veröffentlichten. Stellvertretend genannt sei hier nur diese: THE FUKUSHIMA DAIICHI ACCIDENT TECHNICAL VOLUME 4 RADIOLOGICAL CONSEQUENCES https://www-pub.iaea.org/MTCD/Publications/PDF/AdditionalVolumes/P1710/P... .
Welche zu dem Ergebnis kommt, dass die Strahlenbelastung der Bevölkerung mit der durchschnittlichen weltweiten natürlichen Hintergrundstrahlung vergleichbar ist, und somit keine gesundheitlichen Schäden zu erwarten sind (Seite 167 chapter 4.4.8). Wir kritisieren diese einseitige Berichterstattung in den Medien, die nicht der Information, sondern der Indoktrination dient.
Kommentare
„Fakten statt Meinungsmache“ fordert Herr Pesch. Na, dann sehen wir doch mal:
„…, und nicht, wie in vielen Kommentaren kolportiert, durch die dadurch verursachte Reaktorhavarie.“
Wo denn genau wurden so etwas „kolportiert“? Bitte seriöse Quellen angeben!
Im WIKIPEDIA-Artikel findet sich jedenfalls nichts davon: https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Fukushima#Personen_...
Auch der Wiener STANDARD verfiel 2018 nicht in Panik: https://www.derstandard.at/story/2000086805682/japan-bestaetigte-ersten-...
Und schon 2012 hat die auch SUEDDEUTSCHE alles andere als Panik verbreitet: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/die-folgen-von-fukushima-15-bis-1...
„Auch zehn Jahre später dominiert die Angstmache die Berichterstattung.“ So Herr Pesch.
Wo denn? Unbestreitbar sind doch wohl die Folgen, die der Unfall für die Umwelt und für die Bewohner der betroffenen Gebiete hatte und noch immer hat. Darüber zu berichten und keine Verharmlosung zu betreiben, ist laut Herrn Pesch also Angstmacherei?
https://taz.de/Rueckkehr-in-Fukushima-Sperrzone/!5752508/
Zu den gigantischen Kosten und den Schwierigkeiten der Demontage und „Entsorgung“, die noch mehrere Jahrzehnte dauern werden:
https://www.bfs.de/DE/themen/ion/notfallschutz/notfall/fukushima/umweltf...
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/fukushima-japan-atomkatastrophe-k...
(mit Video)
Zu beachten wäre noch, dass 80% der Strahlenwolke auf den Pazifik hinausgeblasen wurde. Bei einem vergleichbaren Unfall hier in Belgien hieße das, dass bei vorherrschenden West- bis Nordwestwinden die Wolke wohin geblasen würde? Wo liegt „Ostbelgien“ auch noch gleich?
In Fukushima gab es eine 30-Km-Sperrone. Und auch heute noch sind gewisse Zonen gesperrt. Man ziehe mal einen solchen Kreis um Tihange… Oder ist das Panikmache?
Herr Pesch beschuldigt explizit das GE, Angstmacherei zu betreiben und einseitig zu berichten. Dabei hatte das GE doch schon am 9. März getitelt: „UN-Report: Strahlenschäden durch Fukushima statistisch nicht belegbar“
https://www.grenzecho.net/51602/artikel/2021-03-09/un-report-strahlensch...
Was ist nun die Lage der Kernenergie in Japan? Um es vorweg zu sagen, nicht rosig, sicher zum Leidwesen der Gegenpoler. Unmittelbar nach der Katastrophe hat Japan alle 54 Kernkraftwerke stillgelegt, 21 davon endgültig, und hat bis heute nur ganze 6 von 33 wieder in Betrieb genommen, nach 10 Jahren !
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernreaktoren_in_Japan
Im Bau befinden sich nur zwei, darunter das von Oma, dessen Bau 2010 begonnen hat und dessen geplante Inbetriebnahme immer weiter in die Zukunft verschoben wird. Jetzt ist von 2026 die Rede…
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_%C5%8Cma
Fürwahr eine strahlende Zukunft für die Kernenergie in Japan.
„Fakten statt Meinungsmache“ fordert Herr Pesch. Recht hat er…
Dann sollte er aber auch mal zu den unter seinem Leserbrief vom 27.05.2020 aufgeworfenen Fragen Stellung beziehen. https://www.grenzecho.net/36573/artikel/2020-05-27/atomares-endlager
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