Insgesamt waren nach Angaben des Arbeitsamtes Ende Februar 1.251 Männer (+25 im Vergleich zu Januar) und 1.164 Frauen (+21) als Arbeitsuchende ohne Beschäftigung eingetragen. Dies entspricht einem Anstieg um 1,9 Prozent. Die Arbeitslosenrate Ende Februar beträgt 6,5 Prozent. Im Norden Ostbelgiens liegt sie bei 9,0 Prozent, in den Eifelgemeinden bei nur 2,9 Prozent.
Nach dem Rückgang der Arbeitslosigkeit im Herbst war erwartungsgemäß im Winter wieder ein Anstieg der Zahlen zu verzeichnen. Seit Dezember sind in Ostbelgien 74 Arbeitsuchende mehr registriert (+3,2%). In den anderen Regionen des Landes sind die Zahlen nach einem leichten Anstieg zu Jahresbeginn im Februar dahingegen wieder gesunken. Insgesamt sind in Belgien Ende Februar rund 488.600 unbeschäftigte Arbeitsuchende gemeldet. Die Arbeitslosenrate Belgiens liegt bei 9,4%. In Wallonien beträgt sie 13,5%, in Flandern 6,3% und in Brüssel 17,2%.
Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Zahl der Arbeitslosen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit +93 Personen nach wie vor über dem Vorjahresniveau, was einem Anstieg um 4 Prozent entspricht. Im ganzen Jahr 2020 lag die Arbeitslosigkeit in Ostbelgien durchgehend über dem Vorjahresstand, im Jahresschnitt um sieben Prozent.
Der größte Unterschied war im Mai zu verzeichnen (+14,5%), der niedrigste im Dezember (+2,5%). Diese Entwicklung ist sicherlich vor allem auf die Coronakrise zurück zu führen. Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass in diesen Zahlen die Kurzarbeitslosen nicht mitgezählt werden. Ohne diese beschäftigungspolitische Maßnahme wäre die Arbeitslosigkeit sicherlich bedeutend höher. Auch in den anderen Regionen sind Ende Februar mehr Arbeitsuchende gemeldet als im Vorjahr. Auf Landesebene beträgt der Unterschied etwa +3,5%. Auch hier sind die Auswirkung der Coronakrise ab März deutlich zu erkennen.
In der Eifel ist in allen Gemeinden (außer in Amel) ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr festzustellen, im Schnitt um 9,7% (oder +39 Personen). Im Norden dahingegen tritt vor allem die Gemeinde Eupen mit einem Anstieg um 82 Personen (+8,6%) hervor, während in den anderen Gemeinden des Nordens ein Rückgang oder kaum Veränderungen zu verzeichnen sind. Im Schnitt beträgt der Anstieg im Norden dadurch nur +2,6%. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem bei den Langzeitarbeitslosen (länger als 1 Jahr lang ohne dauerhafte Beschäftigung) festzustellen.
Deren Zahl ist um 106 Personen beziehungsweise 9,1% gestiegen. Nach Berufsgruppen sind die Zahlen vor allem im Verkaufsbereich sowie bei den unqualifizierten Arbeitern gestiegen. (red/sc)
Weitere Informationen
und Grafiken im Internet
unter www.adg.be und www.ostbelgienstatistik.be

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