Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Februar um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Im Dezember 2020 waren die Preise noch um 0,3 Prozent im Jahresvergleich gefallen.
Aufgrund von Sondereffekten wegen der Corona-Pandemie gelten die Daten als weniger aussagekräftig. Es kam zu starken Verschiebungen der Gewichte beim Verbraucherpreisindex. So fanden Pauschalreisen kaum noch statt. Auch die Schließung von Geschäften in der Pandemie beeinträchtigt die Aussagekraft.
Der Rückgang der Energiepreise schwächte sich weiter ab. Diese sanken im Februar zwar im Jahresvergleich um 1,7 Prozent. Der Rückgang fiel aber deutlich schwächer aus als in den Monaten zuvor. Im Januar waren sie noch um 4,2 Prozent gefallen. Im Monatsvergleich stiegen die Energiepreise im Februar sogar um 0,9 Prozent.
Die Jahresinflationsrate liegt weiterhin deutlich unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese strebt auf mittlere Sicht eine Rate von knapp zwei Prozent an. Zuletzt waren an den Anleihemärkten die Kapitalmarktzinsen deutlich gestiegen, da an den Märkten ein Anstieg der Inflation erwartet wird. Die meisten Ökonomen gehen jedoch nicht von einem nachhaltigen Anstieg der Inflation aus. (dpa/calü)

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