„Impfungen auch beim Hausarzt“, fordern Allgemeinmediziner

<p>„Impfungen auch beim Hausarzt“, fordern Allgemeinmediziner</p>
Illustrationsbild: dpa

„Mit 4.000 Allgemeinmedizinern in der Wallonie und 1.000 in der Region Brüssel stellen wir eine enorme Schlagkraft dar“, betont Guy Delrée, Präsident der Föderation der wallonischen Allgemeinmediziner. „Wir wollen die Impfzentren, die sehr nützlich sind, nicht ersetzen, aber wir wollen zusätzlich unterstützen. Wir fordern die Erlaubnis, in unseren Praxen oder medizinischen Einrichtungen zu impfen, was die ganze Sache beschleunigen würde und bei Menschen, die noch Zweifel hegen, mehr Vertrauen schafft.“

Für Michel De Volder, Präsident des Verbands der Allgemeinmediziner in Brüssel, ist es „unverständlich“, dass die Regierung seinem Berufsstand keine Impfstoffdosen zur Verfügung stellt, zumal die Impfstoffe von AstraZeneca und künftig auch von Johnson&Johnson in herkömmlichen Kühlschränken gelagert werden können, sodass es keine logistische Hürde zu überwinden gibt.

Nach Ansicht von Michel De Volder spielen finanzielle Gründe eine Rolle: „Die Föderalregierung weist uns ab wegen der Kosten der Visiten, die weitgehend zu Lasten des Gesundheitssystems gehen. Aber das ist eine Fehlkalkulation seitens der Regierung. Denn durch das Hinauszögern der Impfung werden mehr Menschen ins Krankenhaus und auf Intensivstationen eingeliefert. Und das hat einen hohen Preis. Es ist eine Fehlkalkulation in dieser Strategie“, ist er überzeugt. (belga/sue)

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