Cercle Brügge schickt sich an, die Geschichte aus dem Vorjahr zu wiederholen. Auch wenn es dank des Saisonabbruchs im Endeffekt keinen Absteiger gab, schien die Rote Laterne 2020 sicher bis zum Schluss im Jan-Breydel-Stadion zu leuchten. Doch die Grün-Weißen schafften dank einer Siegesserie noch den Sprung aus der roten Zone heraus. Auch diesmal sammelt Cercle auf der Zielgeraden die ganz wichtigen Punkte gegen den Abstieg ein. Zwar machen zwei Siege noch keine Serie aus, doch kamen sie gegen Mouscron (2:1) und nun auch Waasland-Beveren (2:0) zustande – zwei direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.
„Das sind die überlebenswichtigen Spiele. Ich habe der Mannschaft bewusst gemacht, dass nun ‚Pay-Time‘ ist“, so Trainer Yves Vanderhaeghe: „Mit dieser jungen Truppe und der Entwicklung, die wir durchmachen, ist es natürlich toll, gegen zwei direkte Konkurrenten zu gewinnen. Trotzdem bleibe ich auf dem Boden. Wir dürfen zufrieden sein, dass wir vier Punkte vor Waasland stehen, aber sonst haben wir noch nichts erreicht.“ Es stünden noch fünf wichtige Begegnungen auf dem Programm.
Cercle behielt die drei Punkte dank der Treffer von Silva Lopes (Distanzschuss aus 30 Metern, 29.) und Kevin Denkey (82.) in Brügge, während der Abstieg von Waasland-Beveren immer näher rückt. Abgesehen von dem 1:0-Erfolg gegen die AS Eupen hat das Schlusslicht seit Mitte Dezember nicht mehr gewonnen. Zur Erinnerung: Bereits in der vergangenen Saison stand Waasland-Beveren nach dem Abbruch als Absteiger fest, erklagte sich aber über Monate hinweg letztlich erfolgreich seinen Platz im Oberhaus zurück. „Es wird Woche für Woche schwerer werden, aber wir dürfen unseren Fokus nicht verlieren. Ich mache niemandem einen Vorwurf, denn die Mentalität war spürbar“, reagierte Waaslands Coach Nicky Hayen nach der 16. Saisonniederlage. (tf/belga)

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