Am 7. Februar war ein riesiger Gletscher von einem Berg abgebrochen und in einen Fluss gestürzt. Das Unglück ereignete sich auf gut 2000 Metern Höhe im nördlichen Bundesstaat Uttarakhand. Dies löste eine Sturzflut aus, deren Schlamm- und Wassermassen zwei Elektrizitätswerke, Brücken, Straßen sowie Häuser beschädigten. Opfer wurden weggespült oder von Trümmern begraben. Rund 35 Mitarbeiter eines Elektrizitätswerkes wurden in einem Tunnel eingeschlossen
Normalerweise werden Menschen, die nach einer Naturkatastrophe in Indien vermisst werden, erst nach sieben Jahren für tot erklärt, wie ein hochrangiger Mitarbeiter des Katastrophenschutzes des betroffenen Bundesstaates Uttarakhand sagte. Sie hätten sich aber bei dieser besonders schlimmen Tragödie entschieden, früher Todeszertifikate auszustellen, um den Prozess der Entschädigungen der Familien der Opfer zu beschleunigen. Dies helfe den Angehörigen bei rechtlichen Angelegenheiten im Zusammenhang mit den Opfern. Die Suche nach Vermissten solle dennoch weitergehen, obwohl die Chance Lebende zu finden, sehr gering sei.
Einige indische Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Sturzflut mit dem Klimawandel und Gletscherschmelzen sowie der raschen Entwicklung der Region zusammenhängen könnten. So hat der Bau von breiteren Straßen und Kraftwerken die Region womöglich gefährdeter gemacht. In der hügeligen Landschaft gibt es immer wieder Unglücke. (dpa/mv)

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