Vollstatut für Tagesmütter „in absehbarer Zukunft“

<p>Illustration: dpa</p>
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„Von diesen Überlegungen betroffen sind sowohl das Regionalzentrum für Kleinkindbetreuung (RZKB) als auch der Dienst für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, Kaleido Ostbelgien. Ziel der Neuausrichtung ist es, den konventionierten Tagesmüttern in absehbarer Zukunft ein Vollstatut zu ermöglichen“, heißt es in einer Mitteilung, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Die DG-Regierung und das RZKB streben demnach eine Umwandlung des RZKB in eine paragemeinschaftliche Einrichtung an, um dort die Kleinkindbetreuung zu zentralisieren und die aktuellen Aufgaben der Kleinkindbetreuung von Kaleido Ostbelgien zu integrieren. Durch die Umwandlung der Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht (VoG) in eine paragemeinschaftliche Einrichtung erhielten die Tagesmütter, die es möchten, das Vollstatut – ein Angestelltenverhältnis mit Anrecht auf die vollständige Absicherung der sozialen Sicherheit. „Die Kleinkindbetreuung wurde in den vergangenen Wochen oft thematisiert. Was die Personen, die sich zu Wort melden, natürlich nicht wissen können, ist, dass ich bereits seit meinem Amtsantritt im Oktober 2020 sehr intensiv an einem Konzept zur Verbesserung der Lage arbeite. Dazu stehe ich im engen Austausch mit den betroffenen Akteuren – dem RZKB und Kaleido Ostbelgien. Nach zahlreichen Gesprächen und gemeinsamen Überlegungen konnten wir uns darauf einigen, die Überführung des RZKB in eine paragemeinschaftliche Struktur anzustreben, was für alle Beteiligten Vorteile bringen könnte und gleichzeitig ein Vollstatut für die konventionierten Tagesmütter ermöglicht.“

Das Vorhaben befinde sich zurzeit in der konzeptionellen Phase, so die Ministerin weiter: „Ich spüre aber, dass die Unzufriedenheit der konventionierten Tagesmütter trotz zahlreicher Unterstützungsmaßnahmen der Regierung für das RZKB – wie beispielsweise der massiven Refinanzierung im letzten Jahr – stetig wächst. Sie fühlen sich vergessen. Ich möchte daher die Gelegenheit nutzen, ihnen zu versichern, dass ich sie nicht vergessen werde. Um den Tagesmüttern eine Perspektive zu bieten und ihnen zu signalisieren, dass ich auch sie und ihre Tätigkeit wertschätze, habe ich gemeinsam mit dem RZKB beschlossen, diese Überlegungen bereits jetzt zu veröffentlichen“, so Lydia Klinkenberg. Weiter betont sie: „Mein Bestreben ist klar: Ich möchte bis 2025 allen Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihre Kinder benötigen, einen Platz anbieten können und gleichzeitig die finanzielle Situation der Tagesmütter verbessern. Dazu ist meines Erachtens die Neuausrichtung des RZKB notwendig. Ich werde in den kommenden Wochen und Monaten den Dialog mit allen Beteiligten fortsetzen. Dazu gehören nicht zuletzt Verwaltungsräte, Sozialpartner und Personalmitglieder. Ziel ist es, noch in dieser Legislaturperiode dem Parlament einen entsprechenden Dekretentwurf zu unterbreiten.“

Der RZKB-Präsident Patrick Meyer und die Direktorin Eliane Richter teilen mit: „Seit vielen Jahren arbeiten wir an einer Qualitätsentwicklung der Kinderbetreuung, um den Bedürfnissen der Familien in Ostbelgien gerecht zu werden. Damit einher geht ein ständiger Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen und eine Aufwertung unseres Personals. Seit die Kompetenz der Kinderbetreuung in den Bereich des Unterrichtsministers übergegangen ist, wurden zahlreiche Gespräche mit der Regierung geführt und vielfältige Überlegungen angestellt“, erklären beide in dem Pressekommuniqué.

„Gemeinsam haben wir große Schritte in eine nachhaltige Richtung unternommen, finanziell und strukturell. Mit Ministerin Lydia Klinkenberg wollen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen und gestalten gemeinsam mit ihr pragmatische Lösungen, um der Kleinkind- ebenso wie der gesamten Kinderbetreuung in Ostbelgien den Stellenwert zu geben, den sie verdient. Wir in Ostbelgien haben die Chance, etwas daraus zu machen, im Interesse der Familien und der Personen, die täglich ihr Bestes geben, im Sinne der Kinder, weil Kinder unsere Zukunft sind.“

Gemeinschaftsministerin Lydia Klinkenberg: „Ich möchte auch auf diesem Wege noch einmal allen Tagesmüttern – den konventionierten und den selbstständigen – meinen Dank aussprechen. Als Mutter weiß ich, wie wichtig es ist, seine Kinder in guten Händen zu wissen, während man seinem Beruf nachgeht. Mein Vertrauen in unsere Tagesmütter ist groß. Sie leisten wertvolle Arbeit. Deshalb arbeite ich seit meinem Amtsantritt im Oktober 2020 unter Hochdruck daran, die Kleinkindbetreuung strukturell und finanziell abzusichern und nachhaltig zu verbessern. Das ist mir ein sehr persönliches Anliegen“, sagte sie. „Für mich ist die Kleinkindbetreuung ein Gesamtpaket, in dem ich die konventionierten und selbstständigen Tagesmütter, die neuen Co-Tagesmütterstrukturen, die Tagesmütterhäuser und Kinderkrippen gleichermaßen unterstütze. Sie alle haben einen wichtigen Platz in der ostbelgischen Kinderbetreuungslandschaft. Es ist allgemein mein Ziel, das Berufsbild des Kinderbetreuers attraktiver zu gestalten“, erklärt Klinkenberg. (red/sc)

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