Studie: Häusliche Gewalt nahm während des Lockdowns zu

<p>Eine Studie der Uni Lüttich untersuchte die Auswirkung des Lockdowns auf häusliche Gewalt.</p>
Eine Studie der Uni Lüttich untersuchte die Auswirkung des Lockdowns auf häusliche Gewalt. | Illustrationsfoto: dpa

Die Uni Lüttich führte eine Online-Befragung unter 1.530 Menschen aus der Wallonie und Brüssel durch, die als Paar im Lockdown an das eigene Zuhause gebunden waren. Das Ziel: Die Forscher wollten die Faktoren verstehen, die häusliche Gewalt während des Lockdowns auslösen können.

Von allen Befragten waren 33 Prozent von physischer oder psychischer Gewalt während des Lockdowns betroffen. Unter den Befragten sprachen 13 % der Männer und 7 % der Frauen von körperlicher Gewalt, die an ihnen ausgeübt wurde.

Was die psychische Gewalt betrifft, so gaben 32 % der Frauen und 25 % der Männer an, dass sie diese angewendet haben.

Laut der Studie erhöhten vor allem zwei Faktoren besonders das Risiko von physischer oder psychischer Gewalt. Zum einen war das Alter der Beziehung entscheidend (je jünger, desto größer das Risiko von Gewalt). Zum anderen spielte die Größe der gemeinsamen Wohnfläche eine bedeutende Rolle (je kleiner der Wohnraum, desto höher die Rate der psychischen oder physischen Übergriffe).

Andere wichtige Faktoren, die als Determinanten von Gewalt bei Paaren identifiziert wurden, waren Depression, Angst und Unsicherheit.

Obschon die größere Präsenz zu Hause ein weiterer Stressfaktor war, fand die Studie keinen direkten Zusammenhang zwischen Homeoffice und Gewalt bei Paaren.(belga/mv)

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