Besonders in der nördlichen Großstadt Mandalay gab es eine große Demonstration, bei der die Teilnehmer Bilder von Suu Kyi in den Händen hielten und auf Plakaten deren Freilassung forderten. Auch in der größten Stadt Yangon und der Hauptstadt Naypyidaw gingen viele Menschen auf die Straße. Dabei soll die Polizei auch Wasserwerfer eingesetzt haben, wie auf Fotos in sozialen Netzwerken zu sehen war.
Wie bereits am Wochenende dominierte bei den Kundgebungen die Farbe Rot - in Anlehnung an die Farbe von Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie. Viele Demonstranten trugen auch durchgestrichene Fotos des Generals Min Aung Hlaing, der nach dem Putsch vor einer Woche die Macht übernommen hatte. „Schäm Dich, Diktator“, war darauf zu lesen.
Am Wochenende hatten nach Augenzeugenberichten Zehntausende Demonstranten gegen die Militärs protestiert. In der Vergangenheit hatte die Armee jeden Widerstand mit brutaler Gewalt unterdrückt. Die Befürchtungen einer Eskalation nehmen zu. (dpa/mv)

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