Auch Oliver Bergmann scharrt jetzt mit den Hufen, weil es endlich wieder losgehen kann. Denn bei dem Lichtenbuscher Friseur hat sich einiges geändert. Schon vor zwei Jahren hat der Meister damit begonnen, den Salon aufzupeppen. Jetzt kommt auch der neue Name „Bergmann Friseure“ und vor allem eine eigene Pflegeserie, die das Team um Oliver Bergmann gemeinsam mit dem österreichischen Familienunternehmen Varga konzipiert hat.
„Der Begriff ‚Haarstudio‘ schien mir etwas zu antiquiert, da musste etwas Neues her“, sagt Bergmann. Und passend zum eher schlichten Interieur ist auch der neue Name: „Bergmann Friseure“. Die Schlichtheit bezieht sich allerdings nur auf das Äußere, wo nichts mehr überflüssig ist. Die inneren Werte bleiben. „Die Leistung ist genauso gut wie vorher“, betont der Chef.
Daumendrücken für Kollegin Stacy Kohnen
Was auch „innerlich“ anders ist, sind Corona-Regeln. Bergmann und seine drei Friseurinnen arbeiten natürlich nur auf Termin, Maske und gründliche Desinfektion sind selbstverständlich. Jede Woche müssen die vier Friseure zum Coronatest, damit nichts passiert. „Wir haben sogar einen CO2-Detektor eingebaut, der uns warnt, wenn die Luft nicht frisch genug ist“, sagt der Chef.
Doch als Clou startet Bergmann, der übrigens seiner singenden Kollegin Stacy Kohnen bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) kräftig die Daumen gedrückt hat, mit einer eigenen Pflegeserie. „Ich wollte aus der Abhängigkeit von den Großen heraus“, sagt er. Denn die Global Player der Kosmetikindustrie nähmen manchmal gerade das Produkt vom Markt, das in Raeren gut läuft, oder sie ändern die Rezeptur, dass das Produkt plötzlich andere Eigenschaften hat. „Bei meinen eigenen Produkten entscheide ich selbst, was ich mache“.
Mit der Firma Varga aus Grödig bei Salzburg hat er den passenden Partner gefunden. Bei diesem Familienunternehmen funktioniert es so ähnlich wie bei manchen Brauereien. Wie der Gastwirt mit seinem Rezept und seinen Ideen zum Brauer geht, sich dort beraten und sein persönliches Bier produzieren lässt, geht der Friseur mit seinen Ideen nach Grödig.
Umweltfreundlichkeit, Hautfreundlichkeit und Nachhaltigkeit als wichtige Leitlinien
Bergmann setzt hier bewusst auf Umweltfreundlichkeit, Hautfreundlichkeit und Nachhaltigkeit. Inzwischen sind „Bergmann Friseure“, die Marke heißt wie der Salon, mit fünf Shampoos passend zum Haar, einem Mittel gegen Haarausfall, einem Tonic und Stylingprodukten wie etwa Schaumfertiger gestartet. Wichtig ist dem Lichtenbuscher, dass tierversuchsfreie Zutaten in den Pflegeprodukten sitzen. Auch Mikroplastik und die berüchtigten Parabene, die Allergien auslösen können, finden sich nicht. Stattdessen Klassiker wie Papaya, Ingwer, Milch, Honig und natürlich Ringelblumen, die für ein besseres Volumen sorgen.
Ein Clou der Serie ist die Nachhaltigkeit. Denn die Behältnisse sehen so schick und überhaupt nicht „ökomäßig“ aus, dass es jammerschade wäre, sie einfach wegzuwerfen. „Die Kunden können selbstverständlich nachfüllen kommen“, verspricht der Friseur. Wenn also das Shampoo alle ist, kommt der Kunde einfach in den Laden und füllt sich die Flasche wieder auf. Und dafür bekommt er bis zu 25 Prozent Rabatt, da Bergmann keine Flasche nachkaufen muss.
Zunächst die Frauen, dann die Männer: Der Lichtenbuscher plant in Zukunft auch eine eigene Herrenserie.
Natürlich ist die Produktpalette nicht endgültig, im Gegenteil. Bergmann, seine Mitarbeiterinnen und die Österreicher sind schon fleißig dabei, weitere Produkte zu entwickeln, damit sich die Lichtenbuscherinnen, aber auch die Lichtenbuscher pudelwohl in ihrer Haut fühlen. „Wir planen eine Herrenserie, denn hier ist in den letzten Jahren eine große Nachfrage entstanden“, verrät er. Also kann der Salon neu starten.
Aber nicht nur der Salon. Auch beim TSG Blau-Weiß Raeren, dessen Schriftführer Bergmann ist, steht alles auf Standby. „Das Training läuft auch in Corona-Zeiten“, sagt Bergmann. Und das je nach Rechtslage direkt oder mit Lernvideos. Die Choreografie für 2021/22 steht“, sagt Bergmann. „Wir lassen uns nicht unterkriegen“. Dieser Satz gilt sowohl für die Tänzer als auch für den Friseursalon, die beide schwierige Zeiten erleben.

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