Von Anfang März bis Ende 2021 ist eine Übergangszeit geplant, in der diese 44 Schalter an zwei oder drei Tagen pro Woche geöffnet bleiben. Ab März werden Stewards vor Ort sein, um die Fahrgäste über alle Funktionen der Automaten zu informieren, die landesweit in allen Bahnhöfen installiert sind.
In einigen Bahnhöfen ist die Zahl der Kunden, die den Fahrkartenschalter nutzen, sehr gering geworden, sodass in mehr als siebzig Bahnhöfen eine Mindestschwelle unterschritten wird (d. h. Inaktivität zwischen 60 % und 92 % der Zeit), was zu Transaktionskosten führt, die höher sind als der Preis einer Fahrkarte, behauptet die SNCB. Ein Phänomen, das durch die Gesundheitskrise und den starken Rückgang der Passagierzahlen zweifellos noch verstärkt wird.
Der Empfang in all diesen Stationen bleibt jedoch gewährleistet, versichert die Bahngesellschaft. In jedem von ihnen bleibt der Warteraum geöffnet und die Öffnungszeiten werden an die Fahrpläne der Züge angepasst.
Auch eine menschliche Präsenz wird so weit wie möglich gewährleistet, sowohl durch die regelmäßige Anwesenheit von SNCB-Mitarbeitern als auch durch verschiedene Partnerschaften.
Zusätzliche Securail-Patrouillen und Investitionen in neue Einrichtungen (Zugangskontrollsysteme usw.) werden ebenfalls dazu beitragen, die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten.
Wo sie existiert, wird die Hilfe für Personen mit eingeschränkter Mobilität auch beibehalten.
Die Schließung wird mancherorts zu 100% durch natürliche Abgänge erreicht. Nach Angaben der Gewerkschaft CGSP Cheminots wird die Entscheidung zum Wegfall von 77 Vollzeitäquivalenten führen. Im Allgemeinen zeigen sich die Gewerkschaften und die VoG navetteurs.be nicht erfreut über die Vorgehensweise der Bahngesellschaft.
Nach der Anpassung verfügt die SNCB über 16% der Bahnhöfe mit einem Fahrkartenschalter. Zum Vergleich: Es sind 13% in Frankreich, 4% in den Niederlanden und 6% in Deutschland.
Die Räumlichkeiten könnten anderweitig genutzt werden.
Die SNCB wird den Dialog mit den betroffenen Gemeinden suchen, um Partnerschaften zu entwickeln, die die Nutzung dieser Flächen durch Akteure des öffentlichen, kommerziellen, nicht-kommerziellen oder ehrenamtlichen Sektors (Sport, kulturelle und soziale Aktivitäten, Kreislaufwirtschaft usw.) fördern. Diese könnten die Infrastrukturen nutzen und so für eine menschliche Präsenz sorgen.
In 37 weiteren Bahnhöfen werden die Öffnungszeiten der Schalter ab dem 1. März angepasst, u.a. in Spa und Welkenraedt. (ab/belga)

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