Über 300 Festnahmen in Brüssel – Erhöhte Polizeipräsenz soll Demos verhindern

<p>Die Polizei ist massiv vertreten.</p>
Die Polizei ist massiv vertreten. | Foto: belga

Der Einsatz rund um den Bahnhof in der Innenstadt und am Mont des Arts ist nicht zu übersehen. Hunderte von Bereitschaftspolizisten und Dutzende von Polizisten weilen vor Ort. Die anwesenden Demonstranten waren von einer großen Absperrung umgeben und wurden so zusammengehalten. Mehrere Demonstranten riefen, ihre Freiheit zurückgewinnen wollen.

In den Bahnhöfen Brüssel-Nord und Brüssel-Central war die Polizei am Sonntagvormitttag von Beginn an präsent, um aussteigende Personen zu kontrollieren oder sofort festzunehmen. Unter ihnen waren viele Fußballfans, bestätigte die Polizei. Die ersten Verhaftungen fanden gegen 11.15 Uhr statt, erklärte Olivier Slosse, Sprecher der Polizeizone Brüssel-Hauptstadt Ixelles, und bestätigte damit eine Information des Online-Portals „Bruzz“. Viele Fußballfans von fünf Fußballvereinen aus dem Norden und Süden des Landes waren unter den Festgenommenen.

„Wir beenden die Demonstration außerhalb des Hauptbahnhofes“, erklärte die Brüsseler Polizei auf Twitter später. Alle Teilnehmer könnten gehen, wenn sie identifiziert seien und kein Grund für eine Festnahme vorliege.

Hintergrund des massiven Polizeiaufgebot: Am vergangenen Sonntag wurde eine Demonstration gegen Klassenjustiz auf dem Mont des Arts in Brüssel verboten, aber viele Menschen kamen trotzdem. Die Demonstration wurde von der Polizei geduldet, artete dann aber aus und führte zu zahlreichen Verhaftungen. Außerdem will man Szenen wie aus den Niederlanden vermeiden, wo es am vergangenen Wochenende in vielen Städten zu Ausschreitungen gekommen war. (belga/vrt/dpa/mv)

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