Laschet soll neuer CDU-Chef werden - Paasch und CSP gratulieren

<p>Ob Armin Laschet neuer CDU-Vorsitzender wird, muss noch formal per Briefwahl bestätigt werden.</p>
Ob Armin Laschet neuer CDU-Vorsitzender wird, muss noch formal per Briefwahl bestätigt werden. | Foto: dpa

Laschet bekam 521 Stimmen, Merz 466 Stimmen. Es wurden 991 Stimmen abgegeben, vier Delegierte enthielten sich. Im ersten Wahlgang war Merz auf 385 Stimmen gekommen, Laschet auf 380 Stimmen. 224 Stimmen entfielen auf Norbert Röttgen, der damit auf dem dritten Platz landete und somit aus dem Rennen war.

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch gratulierte Laschet auf Facebook. „Mit Armin Laschet übernimmt ein Nachbar und Freund Ostbelgiens den Vorsitz der CDU Deutschlands, der die europäischen Werte mit Überzeugung vertritt und schützt. Ich gratuliere herzlich im Namen unserer Regierung und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“.

Auch die CSP gratulierte Armin Laschet zu seiner Wahl. „Mit Armin Laschet ist ein langjähriger Freund der CSP in eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe berufen worden. Wir freuen uns sehr, dass mit Armin ein guter Bekannter aus unserer Region künftig die Geschicke unserer großen Schwesterpartei leiten wird“, erklärte der CSP-Vorsitzende Jérôme Fransen.

Laschet sagte nach der Wahl, er sei sich der Verantwortung bewusst und werde alles dafür tun, damit die CDU erfolgreich durch das Jahr gehe und den nächsten Kanzler stelle. Er dankte der scheidenden Parteichefin Annegret Kamp-Karrenbauer sowie Röttgen und Merz für einen fairen Wahlkampf.

Der 59-Jährige ist seit 2017 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. In seiner Bewerbungsrede auf dem Parteitag hatte er seine Erfahrung als Regierungschef betont. „Man muss das Handwerkszeug einer Politik der Mitte beherrschen.“ Laschet verwies auf die Verhandlungen zum Kohleausstieg oder den Kampf gegen Kriminalität in NRW. Er hat als einziger der drei Bewerber um den Parteivorsitz ein Regierungsamt.

Auch im Machtkampf um den CDU-Vorsitz hatte Laschet versucht, vor allem mit seiner Erfahrung als NRW-Ministerpräsident zu punkten - und mit einem Kurs von „Maß und Mitte“. Eine scharfe Abgrenzung von der in der Bevölkerung wieder äußerst beliebten Kanzlerin Angela Merkel versuchte der Bergmannssohn aus Aachen zuletzt zu vermeiden. (dpa/ag)

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