Traubeneiche ersetzt 130 Jahre alte Blutbuche an der Eupener Simarstraße

<p>Eine Traubeneiche hat nun den Platz des einstigen Baumriesen eingenommen.</p>
Eine Traubeneiche hat nun den Platz des einstigen Baumriesen eingenommen. | Foto: Ralf Schaus

Eine Traubeneiche hat nun den Platz des einstigen Baumriesen eingenommen. Wenige Meter vom alten Standort entfernt, auf der Grünfläche vor dem Stadthaus, hat die Baumschule Ebben aus Cuijk bei Nijmegen in Zusammenarbeit mit dem spezialisierten Unternehmen Queisen den etwa 40 Jahre alten und elf Meter hohen Baum am Mittwochvormittag mit Hilfe von schwerem Gerät fachmännisch aufgestellt und feinjustiert, was einige Schaulustige anzog.

Dass der vergleichsweise junge Baum mit einem Stammumfang von 75 Zentimetern (vorgeschrieben war ein Mindestumfang von 40 Zentimetern) an seinem neuen Standort gut wächst und gedeiht und hoffentlich ein mindestens ebenso stolzes Alter wie die Blutbuche erreicht, dafür steht das Unternehmen Queisen ein, das den Baum während drei Jahren hegen und pflegen und ihn in dieser Zeit ausreichend bewässern will. Sollte die Traubeneiche währenddessen eingehen, muss die Firma für Ersatz sorgen.

„Die erste Zeit ist besonders entscheidend. Ob er sich gut entwickelt, hängt maßgeblich von der Pflege ab“, weiß Nadia Reinartz, Mitarbeiterin beim Umweltdienst der Stadt Eupen. Bei der heimischen Traubeneiche handelt es sich um eine vergleichsweise robuste Baumart, die „etwas mehr Trockenheit verträgt als andere Bäume“. Nichtsdestotrotz benötigt der Baum während der Sommermonate wöchentlich bis zu 150 Liter Wasser.

Gestiftet wurde der Baum von der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen, die über 100 Jahre ihre Wirkungsstätte an der Simarstraße hatte. „Der Baum ist ein lebensspendendes Symbol. Die Menschen werden sich an seinem Anblick erfreuen. Er wird ihnen ein Treffpunkt sein und Schatten spenden“, freut sich Schwester Marianne Jungbluth, die es sich am Mittwoch nicht nehmen ließ, selbst die Schaufel in die Hand zu nehmen.

<p>Gestiftet wurde der Baum von der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen. Zwei von ihnen griffen selbst zur Schaufel.</p>
Gestiftet wurde der Baum von der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen. Zwei von ihnen griffen selbst zur Schaufel. | Foto: Ralf Schaus

Der gefällten Blutbuche wird derweil ein zweites Leben geschenkt: Ein Teil des Baumstumpfes wird von den Schülern der Schreinerabteilung des Robert-Schuman-Instituts (RSI) verarbeitet. Was genau daraus gefertigt wird, steht aber noch nicht fest. Möglich wäre ein Blickfang für den öffentlichen Raum. (sue)

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