Reicht vielleicht eine Impfung statt der von BioNTech vorgegebenen zwei, und kann man nicht doch statt der verordneten 21 Tage Frist zwischen den beiden Impfdosen einen oder mehrere Monate warten, ehe man die zweite Impfung verabreicht?
Den Wissenschaftlern einen Bärendienst erwiesen
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Kommentare
Sehr geehrter Herr Schröder,
Sie beklagen die Diskreditierung von Wissenschaftlern, als ob Wissenschaft per se etwas Sakrales wäre. Ich erinnere daran, dass bei der Entwicklung von atomaren, chemischen, biologischen Kampfstoffen (inkl. Zyklon-B) oder von Contergan unzählige Wissenschaftler bei Fuß standen, oder dass ohne ihr Zutun weder Seveso, Bophal, Tschernobyl, Sellafield, noch Fukushima zu trauriger Berühmtheit gelangt wären. Dass Wissenschaftler eben nicht stets das Wohlergehen der Menschheit als oberstes Ziel anstreben, hat uns noch jüngst der Dieselskandal in Erinnerung gerufen.
Und dann schreiben Sie:"Geimpft wird nicht erst seit gestern." Das ist richtig, aber genau so richtig ist, dass erst seit heute die Entwicklungszeit eines neuen Impfstoffs von 5 Jahren und mehr auf 10 Monate zusammengedampft wurde. War die Wissenschaft gestern also zu träge, zu vorsichtig, zu wenig motiviert, zu wenig mitfühlend?
Schlussendlich versteigen Sie sich sogar zu der absurden Aussage, dass "so manch einer von denen, die besser geschwiegen hätten, sein Leben womöglich einer solchen, längst vergessenen Impfung verdankt". Zum einen verknüpfen Sie auf unzulässige Weise die Wertigkeit einer Meinung mit der Person, die diese vertritt, und zum anderen vereinnahmen Sie auf die gleiche unzulässige Weise die allgemein anerkannte Wertigkeit der herkömmlichen Impfung, die gerade aufgrund der sehr zeitaufreibenden geduldigen Entwicklung sich diesen Ruf erarbeitet hat, für ein völlig neues, mit heißer Nadel gestricktes und gerade nicht unter Beachtung der "üblichen" Vorgehensweise, entwickelte Vorbeugungsmaßnahme.
Mein Kommentar richtet sich an die lange Aussage von Hrn. Schmitz, der ich in aller Form inhaltlich widerspreche. Es magauch bei manchen Wissenschaftlern kriminelle Energie geben, aber die meisten mir bekannten treibt die Wissbegierde, sie haben sich die kindliche Neugier erhalten und setzen sie beruflich ein und, in der Regel, sehr zum Nutzen Aller. Wissenschaftler sind auch Kinder ihrer Zeit, und manche sind auch ideologisch verführbar, dem Zeitgeist dienend. Leider. Zur Methodik und zur Ethik gehören der Diskurs, die Transparenz und der ständige kritische Austausch. Wissenschaftliche Aussagen sind faktenbasiert und keine Meinungen oder Ansichten im Sinne von Geschmack; die aussagenden Personen sind keinesfalls sakrosankt, und beanspruchen das auch nicht. In vielen Ländern sind Wissenschaftler bedroht, weil sie der gängigen Ideologie nicht folgen, und der Kommentar von Hrn. Schmitz in seiner suggestiven Schelte bereitet hierzu den Nährboden. Es sind die Gesellschaften, die die Ergebnisse von Wissenschaft zum Schaden funktionalisieren, und das gilt für alle genannten Beispiele. Andererseits ist seit Einführung von Sprache und Schrift die Weitergabe von Wissen an folgende Generationen erleichtert, und nur deshalb war es möglich, so schnell zur momentanen Pandemie zu forschen und,mit hohem Geldaufwand und Priorisierung, so schnell Impfstoffe zu entwickeln, und hoffentlich auch bald antivirale Arzneistoffe. Die inkompetente Verbreitung von Halbwissen ist verunsichernd und schädlich, sowohl individuell wie auch gesellschaftlich, und daher dem Ziel der Pandemieeindämmung abträglich und ethisch unverantwortlich. Das gilt für Aussagen von Politikern ebenso wie für den zitierten Kommentar. Die Missachtung von wissenschaftlicher Methodik ist zwar on vogue, aber dennoch ein Rückschritt, stelt sie doch die Errungenschaften der Aufklärung zur Disposition und öffnet vorwissenschaftlichem Aberglauben Türund Tor, mit allen ideologischen Optionen und deren sozialen, politischen und kulturellen Konsequenzen.
Sehr geehrte Frau Klösgen,
Könnten Sie mir sagen, an welcher Stelle ich „Halbwissen inkompetent verbreitet“ haben soll?
Sie haben Recht, wenn Sie sagen dass „zur Methodik und zur Ethik der Diskurs, die Transparenz und der ständige kritische Austausch gehören“. Nur diese Dinge finden bzgl. der Corona-Pandemie eben kaum statt, zumindest nicht auf den Plattformen mit großer Reichweite (z.B. öffentlich rechtliche Rundfunkanstalten).
Bereits die Bestimmung der Corona-Toten scheint mir alles andere als wissenschaftlich zu sein. Nicht nur in Belgien, wo insbesondere im Verlauf der ersten Welle bereits „vermutete“ Infizierte den Corona-Toten hinzuaddiert wurden. Aber werfen wir z.B. einen Blick auf England, das mit der Impfung vorpreschte. Laut den Zahlen an Corona-Toten ist die zweite Welle um 50% schwächer als die erste. Wenn man aber die Übersterblichkeit betrachtet, so ist die 2. Welle etwa viermal schwächer als die erste Welle.
https://ourworldindata.org/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=tru...
https://ourworldindata.org/excess-mortality-covid
Zu O. Schröder:
Mittlerweile wird auch in anderen Ländern (Großbritannien, Deutschland) angesichts der Knappheit des Impfstoffes die Impfstrategie überprüft.
In Großbritannien wurde bereits beschlossen, die 2. Impfdosis später zu verabreichen, um zunächst mehr Menschen impfen zu können und in Deutschland hat Gesundheitsminister Jens Spahn ebenfalls eine Prüfung dieser Frage, die nicht von der Politik sondern Wissenschaftlern aufgeworfen wurde, beauftragt. Da die Wirksamkeit des Impfstoffes laut Aussagen des Herstellers bereits nach der 1. Impfung eintritt (wenn auch nicht in vollem Umfang) plädieren auch Virologen und Epidemiologen zu diesem Strategiewechsel.
Das Vorgehen von Gesundheitsminister Vandenbroucke, diese Frage klären zu lassen, war kein „Bärendienst“ sondern höchst verantwortungsvoll.
Zu G. Schmitz:
Seit Beginn der Pandemie verbreiten Sie und andere „Ostbelgien steht auf“-Aktivisten fast täglich „inkompetent Halbwissen“ und dies zu fast allen Aspekten der Pandemie. Leider bleibt es nicht bei „inkompetentem Halbwissen“ sondern erstreckt sich bei einigen ihrer Mitstreiter auf gezielte, verantwortungslose und gesundheitsgefährdende Desinformation der Menschen.
Apropos Halbwissen.
Da können wir ja froh sein, dass solche Persönlichkeiten wie Christian Drosten von Anfang Klartext gesprochen haben.
https://www.youtube.com/watch?v=C07NIGaRSsk
Herr Dieter Leonard, was sagen Sie zu dieser Aussage des Herrn Drosten?
Um Antwort wird gebeten...
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