Eigentlich sollten nur ein knappes Dutzend Projekte unterstützt werden, aber der Erfolg des Aufrufs Anfang September (145 Kandidaturen) habe die zuständige wallonische Ministerin, Céline Tellier (Ecolo), dazu bewogen, das vorgesehene Budget zu erhöhen. So sollen jetzt insgesamt 46 Projekte für einen Gesamtbetrag von fast 11,7 Millionen Euro unterstützt werden. Usprünglich waren nur drei Millionen Euro vorgesehen gewesen, erklärte die ostbelgische Regionalabgeordnete Anne Kelleter (Ecolo) in einer Pressemitteilung.
„Mehr von dem, was wir essen, auch hier zu produzieren ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und gesünderen Ernährung. Der Erfolg dieses Projektaufrufs zeigt, dass auch die Produzenten und andere Akteuere in dem Bereich darauf hinarbeiten wollen. Auch für sie bringen lokale Kreisläufe zahlreiche Vorteile“, so Anne Kelleter.
Die 46 geförderten Projekte umfassen eine große Bandbreite von Themen. Die Unterstützung erfolgt in Form einer jährlichen Förderung von maximal 100.000 Euro pro Projekt und Jahr für drei Jahre. Das ermögliche den Projektpartnern, die Kosten für 1,5 Vollzeitäquivalente innerhalb bestehender oder zukünftiger Strukturen sowie die Betriebskosten zu decken, hieß es. Ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch zwischen Projektpartnern soll helfen, Schwierigkeiten bei der Umsetzung zu eliminieren und gute Praktiken zu verallgemeinern. Die wichtigsten Erkenntnisse würden dann an das wallonische Kolleg für nachhaltige Ernährung (CwAD) weitergegeben, um die politischen Debatten mit konkreten Erfahrungen zu füttern. Die ostbelgische Beteiligung findet sich in dem Projekt des „Ratav“ (Réseau alimenterre de l'arrondissement de Verviers, www.ratav.org), an dem die Wirtschaftsfördergesellschaft WFG beteiligt ist. (red/sc)
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