Wie die Empfehlungen des Bürgerdialogs umgesetzt werden sollen

<p>Die Bedingungen für die Pflegeberufe sollen sich verbessern. Das ist Teil der Empfehlungen des Bürgerdialogs. Illustration: dpa</p>
Die Bedingungen für die Pflegeberufe sollen sich verbessern. Das ist Teil der Empfehlungen des Bürgerdialogs. Illustration: dpa

„Die entscheidende Frage ist, was mit den Schlussfolgerungen des Bürgerbeteiligungsprozesses geschieht“, machte Parlamentspräsident Karl-Heinz Lambertz (SP) deutlich.

Die 14 Empfehlungen wurden in vier „Empfehlungsgruppen“ eingeteilt und besprochen. Der eine oder andere hätte sich dabei sicherlich etwas mehr Debatte gewünscht. Der Abend war dennoch interessant, weil die politischen Vertreter, darunter neben Mitgliedern aus dem Parlament auch Vertreter der DG-Regierung, sehr konstruktiv mit den Vorschlägen umgingen. Im Mittelpunkt der Empfehlungen stehen eine Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten in Sachen Pflegeberufe, die Aufwertung des Mitspracherechtes und der Lebensqualität in den Wohn- und Pflegezentren für Senioren (WPZS) in Ostbelgien, einheitliche IT-Lösungen wie die Einführung einer Pflege-App sowie „übergreifende Maßnahmen“ wie eine mögliche Einrichtung eines Koordinationsdienstes oder attraktivere Arbeitsbedingungen. Einig war man sich darin, dass einige Empfehlungen bereits realisiert worden sind, andere wiederum noch etwas reifen müssten, um konkret umsetzbar zu sein. Ein Jahr Zeit will sich die Politik in der Deutschsprachigen Gemeinschaft jetzt für eine Umsetzung nehmen. Ende 2021 wird man sich dann wiedersehen und eine Bilanz ziehen.

Naturgemäß seien noch einige Dinge zu verbessern und man müsse aus den ersten Erfahrungen des Bürgerdialogs lernen, sagte PDG-Präsident Karl-Heinz Lambertz. Erschwerend hinzu kam für die Premiere, die europaweit auf ein mediales Interesse gestoßen ist, aber vor allem der Ausbruch der Coronakrise, der beinahe das gesamte Prozedere zum Einsturz gebracht hätte. Doch dazu kam es nicht, sodass dieses politische Experiment eine Fortsetzung erfährt. Bei der nächsten Auflage steht das Thema Inklusion im Fokus. (sc)

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