Wolfsburg-Frankfurt oder das Duell Weghorst-Silva

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Andre Silva | Foto: dpa

Eines fehlt dem Wolfsburger Torjäger Wout Weghorst vielleicht noch zu seinem Fußballer-Glück: Das sind ein paar Karrieredaten, wie sie sein nächster Gegner André Silva vorzuweisen hat. Der Stürmer von Eintracht Frankfurt spielt regelmäßig in der portugiesischen Nationalmannschaft und hat es 2017 schon einmal zu einem Weltclub wie dem AC Mailand geschafft. Genau genommen ist Silva eher ein Beispiel dafür, dass ein so ambitionierter Wechsel auch mal gewaltig in die Hose gehen kann. Aber der schon 28 Jahre alte Weghorst würde das irgendwann einmal zumindest gern versuchen.

Am Freitag (20.30 Uhr) spielen der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt in der Fußball-Bundesliga gegeneinander. Und wie sehr die beiden Torjäger das Spiel ihrer Clubs prägen, verrät allein der Blick auf die Torschützenliste. Dort gehören Weghorst und der aktuell etwas angeschlagene Silva (muskuläre Probleme) zum „Best of the Rest“ hinter den Ausnahmestürmern Robert Lewandowski (Bayern München/12 Tore) und Erling Haaland (Borussia Dortmund/10). Mit sieben Treffern haben sie jeweils knapp die Hälfte aller Tore ihres Teams erzielt.

In einer Statistik ist der 25 Jahre alte Silva sogar besser als Weghorst, Andrej Kramaric (1899 Hoffenheim/7) oder sogar Haaland: Denn seit dem Re-Start der Bundesliga im Mai hat nur Lewandowski (21) mehr Tore geschossen als der Angreifer aus Baguim do Monte im Norden Portugals (15). „Fakt ist, dass er eine tolle Bilanz hat, wenn man seine Einsatzzeit und die Tore sieht. Er wird vielleicht auch in der Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen, denn es ist ein Unterschied, ob ich bei Bayern oder Dortmund spiele“, sagte sein Trainer Adi Hütter.

Den anderen Weg in die Bundesliga gingen Weghorst und auch Haaland: Sie kamen aus einer deutlich kleineren Liga in einem Nachbarland. Der Niederländer Weghorst hat seit seinem Wechsel von AZ Alkmaar bereits 40 Bundesliga-Tore in nur zweieinhalb Jahren geschossen und damit in der Liste der Rekordtorschützen seines Vereins sogar schon den heutigen Frankfurter Bas Dost überholt. Der benötigte für seine 36 Treffer im Wolfsburger Trikot volle vier Jahre.

Kein Wunder, dass Weghorst schon länger der nächste Karriereschritt zugetraut wird - auch wenn er mittlerweile schon von mehreren niederländischen Nationaltrainern kaum beachtet wurde. In diesem Sommer war von einem Interesse des FC Arsenaltenham Hotspur die Rede. (dpa)

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