Ab Mittwoch werden zusätzliche Schülerbusse in der DG eingesetzt

<p>Illustration: dpa</p>
Illustration: dpa

Dadurch soll die Anzahl der Schüler in den Bussen der TEC reduziert und das Infektionsrisiko mit dem Covid-19-Virus gesenkt werden. Diese Maßnahme zur Gesundheitsprävention gelte vorläufig bis zum 12. Februar 2021 und könne bei Bedarf durch eine Neuausschreibung verlängert werden, hieß es in einer Mitteilung.

Da die öffentliche Personenbeförderung eine Zuständigkeit der Wallonischen Region ist, hat die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft keine Weisungsbefugnis über die Busgesellschaft TEC (Transport en Commun). Bildungsministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) setzt sich daher nach eigenen Angaben seit Amtseintritt dafür ein, dass die TEC die Anzahl der Busse, die auf dem Gebiet der DG verstärkt von Schülern genutzt werden, erhöht. Wie die TEC mitteilte, sind jedoch alle verfügbaren Busse und Personalmitglieder im Einsatz und eine Aufstockung daher nicht möglich.

Daher hat die DG-Regierung, wie bereits im November angekündigt, einen öffentlichen Dienstleistungsauftrag ausgeschrieben und wird den in mehrere Lose geteilten Auftrag an hiesige Busunternehmen vergeben. Wer die Zuschläge erhalten wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Die Bildungsministerin erläutert, warum dies möglich ist: „Wir berufen uns bei der Auftragsvergabe auf die Gesundheitsprävention. Am 30. Oktober 2020 hat der Konzertierungsausschuss auf der Grundlage der Empfehlungen der Gesundheitsexperten beschlossen, dass jede Behörde im Rahmen ihrer Befugnisse sicherstellen soll, dass die Kapazität der öffentlichen Verkehrsmittel dahingehend optimiert wird, dass eine Überlastung vermieden wird. Überfüllte Busse sind in Zeiten von Corona laut Gesundheitsexperten eine potenzielle Infektionsquelle. Da die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft für die Gesundheitsprävention1 zuständig ist, setzen wir zusätzliche Busse zur Beförderung von Schülern als präventive Maßnahme zur Senkung des Infektionsgeschehens ein.“

Sie stellt auch klar: „Es handelt sich um eine Corona-bedingte zeitlich befristete Maßnahme, die vorerst bis zu den Karnevalsferien andauern wird. Es geht uns keinesfalls darum der TEC Konkurrenz zu machen.“

Folgende Strecken werden ab dem 9. Dezember 2020 durch zusätzliche private Busse verstärkt:

· Morgens: Hünningen Kapelle - BIB Büllingen - MG St.Vith - An den Linden St.Vith - BS St.Vith;

· Morgens: Heppenbach Kirche - Meyerode – MG St.Vith - An den Linden St.Vith - BS St.Vith;

· Morgens: Manderfeld Kirche - Schönberg - MG St.Vith - An den Linden St.Vith - BS St.Vith;

· Nachmittags und mittwochsmittags: BS St.Vith - An den Linden - MG St.Vith - Schönberg - Manderfeld Kirche;

· Morgens: Amel Post - Deidenberg - Montenau - MG St.Vith - An den Linden St.Vith - BS St.Vith;

· Nachmittags und mittwochsmittags: BS St.Vith - An den Linden - MG St.Vith - Montenau - Deidenberg - Amel Post;

· Morgens: Baelen - RSI Eupen - Eupen Finanzamt - Eupen Werthplatz;

· Morgens: Bütgenbach Escobar - Elsenborn - Eupen Werthplatz - Eupen Finanzamt - RSI Eupen;

· Morgens: Eynatten - Raeren - Eupen Werthplatz - Königliches Athenäum - RSI Eupen;

· Nachmittags und mittwochsmittags: Eupen Finanzamt - Raeren - Eynatten;

· Morgens: Welkenraedt - Eupen Finanzamt - Eupen Bahnhof;

· Nachmittags und mittwochsmittags: Eupen Finanzamt - Welkenraedt;

Die Privatbusse werden zu ähnlichen Uhrzeiten wie die TEC-Busse fahren und werden als Schülerbusse kenntlich gemacht. Schüler, die feststellen, dass der erstankommende Bus bereits gut gefüllt ist, sollen auf den nächsten Bus ausweichen. „Die Faustregel lautet: Jeder Schüler sollte einen Sitzplatz erhalten. Stellt man beim Einsteigen in den Bus fest, dass bereits alle Sitze belegt sind, sollte man in den nächsten Bus einsteigen. Bei der Nutzung des Angebots fallen keine zusätzlichen Kosten an. Es kann allerdings ausschließlich von Schülern in Anspruch genommen werden. Reguläre Passagiere, die den TEC-Linienbus als Fortbewegungsmittel nutzen, werden nicht befördert“, präzisiert die Ministerin.

Seit dem 30. November 2020 werden zudem die Linien 400 St-Vith - Meyerode – Heppenbach – Weywertz -Sourbrodt, 406 St-Vith - Wallerode - Amel - Büllingen - Rocherath und 396 Eupen - Kelmis – Vaals durch zusätzliche Busse der Wallonischen Region verstärkt.

Aktuell trägt auch die hybride Unterrichtsform dazu bei, dass sich die Situation in den öffentlichen Bussen etwas entspannt hat. Sollte sich ein zusätzlicher Bedarf herauskristallisieren, sei die Regierung bereit bei der Anzahl zusätzlich eingesetzter Schülerbusse noch einmal nachzujustieren, hieß es.

Die Schulen erhielten am Dienstag im Laufe des Tages nähere Informationen zu den konkreten Uhrzeiten und Haltestellen seitens des Ministeriums. (red/sc)

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